Freizeit
Radtour Kerkerbachtal
Streckenbeschreibung Rundtour:
Weilburg - Merenberg - Kerkerbachtal - Kerkerbach - Weilburg
Auslöser für die nachstehend beschriebene Rundtour war die Anregung eines Besuchers meiner Homepage im Gästebuch dieser Site (s. Einträge 191 und 192) für eine Variante bei der Befahrung des Kerkerbachtals. Nach einer gemeinsamen Radtour ab Merenberg und entlang der abgewandelten Route durch das Kerkerbachtal habe ich die vorgeschlagene Variante dazu genutzt, die Radtour durch das Kerkerbachtal in eine Rundstrecke mit Weilburg als Start- und Zielort einzubinden.
Grundsätzlich gelten die unter "Allgemeines: Radweg Kerkerbachtal" gemachten Angaben auch für die nachstehend beschriebene Rundtour mit ihrer Variante im Kerkerbachtal. Bei der knapp 70 km langen Radtour müssen die zu bewältigenden Anstiege (fast) vollständig am Beginn der Tour auf der Strecke von Weilburg nach Merenberg (ca. 10 km) erbracht werden, doch dafür bleibt man auf der Reststrecke von stärkeren Anstiegen verschont. Andererseits sind im unteren Abschnitt des Kerkerbachtals ein bequemer Sattel und robustes Fahrradmaterial von Vorteil, denn auf diesen Streckenabschnitten finden sich teils sehr ausgefahrene Waldwege, Schotterstrecken auf der Trasse der früheren Kerkerbachbahn, holprige Wiesenpfade und Felsboden. Wer gar zu unsicher oder ungeübt ist der sollte sich nicht schämen und das eine oder andere kurze Wegstück ggf. schieben. Ich halte diese Strecke jedenfalls auch unter diesen Bedingungen für sehr "erfahrenswert".
Zwischen Merenberg und Lahr trifft die Rundtour auf den "offiziellen" Radweg Kerkerbachtal von Mengerskirchen nach Kerkerbach, den ich in dieser Homepage im Kapitel "Radtouren" auch beschrieben habe. Die Rundtour folgt diesem Radweg auf einem Großteil der Strecke, weicht an einigen Stellen jedoch davon ab und nutzt auch den Wanderweg Kerkerbachtal.
Die Teilstrecke Kerkerbach - Weilburg wird auf dem hessischen Radweg "R7" entlang der Lahn zurück gelegt, den ich in dieser Homepage in der Gegenrichtung beschrieben habe (s. u. "Radtouren", "Radtour Weilburg - Limburg").
Eine Verkürzung dieser Tour ist möglich wenn in Merenberg gestartet wird und damit der Anstieg von Weilburg und ca. 10 km Fahrtstrecke eingespart werden, oder bei Benutzung der Lahntalbahn ab Kerkerbach oder Runkel nach Weilburg.
In Weilburg beginnt die Radtour am Wendehammer des Odersbacher Wegs, nahe der Fußgängerbrücke Ernst-Dienstbach-Steg (Kettenbrücke) in der Hainallee. Hier führt ein asphaltierter Weg in den Wald, steigt schon nach wenigen Metern steil an und erreicht, unmittelbar nach dem die noch verbliebenen Grundmauern des ehemaligen Hofguts Wehrholz passiert wurden, am Beginn der Lindenallee die Höhe. Wir wenden uns hier nach rechts zu der in Richtung Odersbach führenden Landstraße, überqueren diese und fahren an der Straße nach rechts zu den am Waldrand sichtbaren beiden Häusern. Hier biegen wir nach links in die Straße Am Steinbühl ein und es geht weiter Richtung Jugendherberge. An dem kleinen Parkplatz am Waldrand unmittelbar nach der Jugendherberge geht es auf einem locker gekiesten Waldweg schräg nach rechts und leicht ansteigend weiter. Direkt nach einer Ruhebank mit einer Gedenktafel für Forstmeister Wilhelm Schüßler treffen wir bei einer Eiche auf eine Wegekreuzung und nehmen hier den in einem Rechtsbogen jetzt leicht abwärts führenden Weg, der zur Bundesstraße B 456 (Limburger Straße) führt. Wir überqueren dort die B 456 zur gegenüberliegenden Ecke des Waldrandes.
Von der Waldecke führt nach links in den Wald hinein ein breiter und gut befahrbarer Forstweg und ab hier begleitet uns auch die Markierung "IV" und "7" des Westerwaldvereins. Mit dieser Markierung führt der Weg am Hasselbacher Stock zum Fuß der Straßenböschung der B 49, die wir nach kurzer Abfahrt unterqueren um dann wieder nach links aufwärts einige Höhenmeter zu gewinnen und auf der Höhe den Weg nach rechts fortsetzen. Bei den nächsten Abzweigungen behalten wir den Weg bei (weiterhin Markierungen "IV" und "7") und erreichen so oberhalb der B 49 den Allendorfer Stock.
Ab hier führt nochmals ein sanfter Anstieg mit den bekannten Markierungen scharf nach rechts in den Wald. Der Anstieg endet bald in einem weiten Linksbogen des Weges und leicht abwärts gelangen wir an eine Wegekreuzung, wo die Markierung "7" nach links verlassen wird und wir der Markierung "IV" abwärts folgen um am Ende der Gefällstrecke auf die nach Merenberg führende Landstraße treffen.
Hinweis:
Das Teilstück durch den Wald vom Allendorfer Stock bis
zur Straße nach Merenberg kann abgekürzt werden, wenn Sie gerade bis
zur B49 fahren und entlang dieser - starker Autoverkehr! - das
kurze Stück bis zur Abzweigung der Landstraße in Richtung
Merenberg.
Auf dem kurzen Straßenstück wird Merenberg erreicht und die letzten Höhenmeter überwindend gelangen wir im Ort an die Kirchstraße mit dem dort installierten Brunnen.
Wir fahren nach links in die Kirchstraße, vorbei an der Kirche und durch das Heckholzhäuser Tor auf die Heckholzhäuser Straße, die in einer Kurve auf einen geradeaus auf zwei Höfe zulaufenden asphaltierten Wirtschaftsweg verlassen wird. Wir verbleiben auf diesem Weg und auch an der ersten nach rechts unten zur Autostraße (L 3109) führenden Abzweigung geht es geradeaus weiter. Im Wald treffen wir an der nächsten Abzweigung auf einen Wegweiser (geradeaus zum "Pilsberg"), an dem wir nach rechts in Richtung Lahr abbiegen. Nach ca. 250 bis 300 m stoßen wir auf einen Weg in den wir nach links einschwenken, aber bereits nach ca. 50 m wieder nach schräg rechts in den Wald verlassen. Kurz darauf treffen wir auf eine asphaltierte Forststraße und befinden uns nun an dem "offiziellen" Radweg Kerkerbachtal, auf den wir nach links einbiegen.
Beim Erreichen des Waldrands geht es nach rechts weiter, kurz darauf wird eine Schutzhütte passiert und dann eine Wegekreuzung erreicht. Hier biegen wir bergauf nach rechts ab, nach einer Linkskurve durchqueren wir ein kleines Waldstück und stoßen dann auf die Autostraße L 3278. Nach rechts und bergauf fahren wir auf dem parallel zur Straße verlaufenden Radweg zur Höhe und zum sichtbaren Waldrand, wo die Landstraße überquert wird und wir auf die alte Trasse der Kerkerbachbahn treffen.
Auf der ehemaligen Bahntrasse leicht abwärts rollend, zuerst auf dem Plattenbelag, bei der Vorbeifahrt am südlichen Ortsrand von Fussingen auf einer Asphaltdecke und dann wieder auf bekanntem Plattenbelag, ist der Weg kaum zu verfehlen. Kurz nachdem wir den Wald am "Steinkopf" erreicht haben endet die erkennbare Trassenführung. Der "offizielle" Radweg biegt hier im spitzen Winkel bergauf nach rechts in den Wald ab.
Wir bleiben auf dem Fahrweg bergab, passieren den Friedhof von Lahr und treffen auf die Autostraße L 3278 zwischen Lahr und Hintermeilingen. Diese wird überquert, wir fahren wenige Meter auf Lahr zu und biegen dann rechts auf die nach Heckholzhausen führende Kreisstraße K 449 ein.
Auf dieser nur wenig befahrenen Straße erreichen wir nach ca. 2 km die wenigen Häuser um die ehemalige "Schlagmühle". Am letzten Haus biegen wir nach rechts von der Straße ab, überqueren den Kerkerbach und treffen wieder auf den Radweg Kerkerbachtal mit dem es nun unter Bäumen durch das "Naturschutzgebiet Kerkerbachtal" in Richtung Heckholzhausen geht.
Hier ist die alte Trasse der Kerkerbachbahn wieder deutlich erkennbar und wir passieren auch Reste von Verladestationen. Dann wird Heckholzhausen erreicht und wir kommen über die Bruderstraße zu der über den Kerkerbach führenden Straßenbrücke, wo wir nach rechts auf die Autostraße K 449 (Limburger Straße) einfahren. An der nächsten Straßenkreuzung. biegen wir nach links in die Brunnenstraße, fahren wenige Meter bergab und dann nach rechts in eine kleine Seitenstraße (Haus Nr. 5), die uns zu dem das Tal überspannenden Brückenbauwerk der B 49 bringt. Wir unterqueren diese Brücke und stoßen auf die Autostraße K 449, der wir zum Ortsausgang in Richtung Schupbach nach rechts und leicht aufwärts ein Stück folgen.
Mit dem von der Autostraße nach links abzweigenden asphaltierten Fahrweg in Richtung Klärwerk verlassen wir die Straße. Der Weg führt erst durch freies Gelände, dann am Waldrand entlang und schließlich weiter durch Wald. Mit einem Bogen geht es auf abfallendem Teilstück an der links liegenden Hüttenmühle vorbei und ohne vom Weg abzuzweigen weiter geradeaus. Ein kleiner Marmorbruch wird danach passiert und kurz darauf biegen wir scharf nach links ab und fahren zur anderen Talseite, wo wir auf die Autostraße L 3322 stoßen.
Dieser Straße folgen wir nach rechts, fahren an der dann folgenden Abzweigung (nach Schupbach) geradeaus weiter (Richtung Wirbelau) und erreichen gleich darauf die Straße L 3452, die nach links in Richtung Wirbelau führt. Wir fahren hier von der Autostraße nach rechts ab auf den Fahrweg nach Christianshütte. In dieser kleinen Siedlung biegen wir an der ersten Abzweigung nach links in den Wald ab und fahren dann am Waldrand und entlang dem vom Kerkerbach durchflossenen Wiesental Richtung Eschenau. Auf dieser Strecke werden zwei ehemalige Grubenzugänge passiert.
Vor Eschenau leitet der Weg nach rechts und mit einer Brücke wird der Bachlauf überquert. Am Ortsrand biegen wir nach links in die Straße Am Gänsepfad ein, die an einer Straßenbrücke endet (Brückenstraße). Hier geht es nach links über die Straßenbrücke und mit der ansteigenden Straße zum Ortsausgang Richtung Runkel um nach weiteren 100 m am Waldrand nach rechts in den Wald einzubiegen. Dieser Weg führt an der Hangkante mit zahlreichen Windungen oberhalb des Kerkerbaches entlang, dabei meist abfallend und erreicht an der verlassenen Oberdorfer Mühle den Talgrund. Hier wenden wir uns für ein kurzes Stück nach rechts um dann wieder nach links auf die gut erkennbare alte Bahntrasse zu gelangen.
Über die fast zugewachsene, aber spürbar holprige, Trasse der Kerkerbachbahn geht es im Talgrund in Richtung der Autostraße L 3022, die nahe dem Gebäude der früheren Gaststätte "Zur Grünen Au" erreicht und überquert wird. Gegenüber setzt sich die Trasse fort, teilweise fast völlig von Gras überwuchert, immer aber gut erkennbar und "erspürbar". Linker Hand sind auf der Höhe bald die Häuser von Schadeck und dann auch die von Kerkerbach sichtbar. Die Überwindung dieser Höhe bleibt uns jedoch auf der alten Bahnstrecke erspart, in Kauf nehmen müssen wir dafür aber einige Schotterstrecken auf der Trasse. Durch die ebene Streckenführung ist aber doch recht schnell Kerkerbach erreicht und die Bahntrasse endet in einer asphaltierten Ortsstraße, die uns nach wenigen Metern zur Landstraße zwischen Runkel und Steeden bringt. Hier stoßen wir auch auf das Schild des Hessischen Fernradwegs "R7", auf dem wir die letzte Etappe bis Weilburg zurücklegen.
