Sehenswert in Weilburg
Weilburger Denkmäler
Gedenktafel im Ahäuser Weg
Gedenktafel im Ahäuser Weg
Eine für Fahrzeuge nutzbare Straßenverbindung am linken Ufer der Lahn von der Stadt Weilburg nach (dem heutigen Stadtteil) Ahausen besteht erst seit Anfang des 18. Jahrhunderts. Bis zur Anlage dieser Fahrstraße, dem "Ahäuser Weg", mussten Transporte zwischen Weilburg und Ahausen über die Höhe des Schellhofkopfes geführt werden oder auf der anderen Lahnseite, dann mit anschließender Querung der Lahn an der Ahäuser Furt.
Graf Johann Ernst veranlasste den Bau der Fahrstraße "Ahäuser Weg", die im Jahr 1716 fertig gestellt wurde. Dazu musste der bis zur Lahn vorspringende und den Weg sperrende Felsbuckel des Schellhofkopfes weggesprengt werden. An der Felswand brachte man zur Erinnerung an den Bau der Straße eine Gedenktafel aus Lahnmarmor an. Der lateinische Text lautet:
Jussu et propriis Sumptibus
Illmi Comitis ac Domini,
Dmi JOHANNIS ERNESTI,
Comitis Nassovio-Weilburgensis,
HAE RUPES
Viae superstruendae gratia
Ita perforatae sunt.
Ao MDCCXVI.
Die Übersetzung:
Auf Geheiß und eigene Kosten
des durchlauchtigsten Grafen und Herrn,
Herrn Johann Ernsts,
Grafen von Nassau-Weilburg,
wurden diese Felsen
des Straßenbaus wegen
durchbrochen.
Im Jahre 1716.
