Sehenswert in Weilburg

Schlossanlagen

Hochschloss

Weilburg, Innenhof des Hochschlosses

Innenhof des Hochschlosses

Das aus vier Flügeln bestehende Hochschloss bildet den ältesten Teil des Gesamtkomplexes Weilburger Schloss. Dieser Teil wurde im Stil der Renaissance in Teilschritten in den Jahren 1533-1572 erbaut und blieb bis heute fast unverändert erhalten.

Weilburg, Arkaden im Innenhof des Hochschlosses

Arkaden im Innenhof des Hochschlosses

Der zur Lahnseite weisende Ostflügel wurde als Einzelbau geplant und ersetzte den Palas der alten Burg. Er entstand zwischen 1533 und 1539 unter seinem Bauherrn Graf Philipp III von Nassau-Weilburg. Im Innenhof wird dieser Flügel von dem Uhrturm dominiert. Dieser reichte ursprünglich nur bis zum Obergeschoss und erhielt sein jetziges Aussehen erst im Zusammenhang mit einem Umbau des Obergeschosses im Jahr 1661/62. Um 1700 entstand die heutige Form des Turmfußes mit Treppenaufgang und schmiedeeisernem Ziergeländer unter Graf Johann Ernst von Nassau-Weilburg. Beim Innenausbau des Süderkers um 1560 entstand dort ein neues Portal.

Süd- und Westflügel des Hochschlosses wurden in den Jahren 1540-1548 erbaut, wobei der Plan des Baumeisters Balthasar Wolff nur die nach Norden offene dreiflügelige Anlage vorsah. Wache und Marstall wurden im Erdgeschoss des Westflügels integriert. In den Südflügel wurde ein aus dem 13. Jahrhundert stammendes spätromanisches Portal als Durchgang zu einer schon vorhandenen Gartenanlage eingebaut. Der Bau des Pfeiferturms im Innenhof am Westflügel erfolgte zwischen 1567 bis 1572 unter dem Baumeister Ludwig Kempf.

Weilburg, Arkaden im Innenhof des Hochschlosses

Weilburg, Arkaden im Innenhof des Hochschlosses

Unter Graf Albrecht II von Nassau wurde in den Jahren 1566-1572 der Nordflügel erbaut. Der kurfürstliche Baumeister Georg Robin aus Ypern schuf den Arkadengang mit ionischen Doppelsäulen auf der Hofseite des Nordflügels. 1590 wurde der zunächst offene Gang über den Arkaden geschlossen. 1659/62 wurden die Fachwerk-Zwerchhäuser erbaut.

Die Pflasterung des Innenhofes war sicherlich nicht von Anfang an vorhanden. Die heute vorhandenen - abwechselnd mit dunkler und heller Kopfsteinpflasterung ausgeführte Rechtecke - wurden 1703 von Simon Denkler aus Hanau geschaffen. Der Löwenbrunnen an der Südfassade des Innenhofes wurde 1704 errichtet.