Sehenswert in Weilburg

Schlossanlagen

Schlossgarten und Gebück
Obere Orangerie

Weilburg; Obere Orangerie im Schlossgarten

Obere Orangerie im Schlossgarten

Im Zuge der Erweiterung des barocken Schlosses in Weilburg wurde in den Jahren 1703-1705 als erster Bau die obere Orangerie errichtet. Von der Orangerie wurde die Funktion eines seit der Renaissance bestehenden Kirchengangs zwischen Hochschloss und Hofkirche übernommen. Vor allem diente sie aber gleichzeitig auch als festlicher Gartensaal und zu repräsentativen Zwecken. Während der kalten Jahreszeit wurden in den Seitenflügeln kälteempfindliche Gartenpflanzen überwintert, evtl. diente ein Flügel auch als Warmhaus für tropische Pflanzen. Diese Nutzung entfiel nach dem Bau der unteren Orangerie, womit die obere Orangerie ausschließlich für die Hofhaltung zur Verfügung stand. Weitere Angaben zur Innenraumgestaltung: Innenräume des Schlosses, obere Orangerie.

In einem Halbrund öffnete sich die Orangerie dem Schlossgarten und schuf so die die Verbindung zwischen Zeremoniell, Architektur und der gestalteten Natur barocker Gartenanlagen. Die Rückseite der Orangerie stellte zugleich eine städtebauliche Abgrenzung gegenüber Stadt und Marktplatz her.

Weilburg; Schlossgarten, Obere Orangerie, Wappen im Giebel

Obere Orangerie, Wappen im Giebelfeld

Das zum Garten ausgerichtete Giebelfeld des Mittelpavillons schmücken die Wappen von Graf Johann Ernst und seiner Frau Maria Polyxenia von Maria Polyxenia von Leiningen-Dachsburg-Hartenberg.

Von der oberen Orangerie bestand ursprünglich eine Sichtachse zu dem außerhalb der Stadt auf der Anhöhe errichteten Lustschloss und Wirtschaftshof "Windhof". Dieser Sichtkontakt besteht durch die vor dem Windhof aufgewachsenen Bäume heute nicht mehr.