Presseberichte zu Weilburg
Teilortsumgehung
Weilburger Tageblatt vom 16.04.2000
Die Brücke
Eine Serie von Wolfgang Henss
Das Herzstück: die neue Lahnbrücke
Zumindest auf dem Plan eine schlanke Angelegenheit: die neue Brücke
Weilburg. In der heutigen Folge unserer Artikelserie kommen wir zum Herzstück des Großprojektes Teilortsumgehung Weilburg: Die Brücke.
Blick von der Steinernen Brücke zur zukünftigen zweiten Autobrücke.
Sie wird der sechste Lahnübergang auf dem Gebiet der Stadt Weilburg sein, sicher aber der wichtigste vor der Eisenbahnbrücke, der Ahäuser Brücke und der Steinernen Brücke; wobei die letztgenannte nach Fertigstellung der Umgehung erheblich an Bedeutung verlieren wird.
Hinter der Einmündung der Landesstraße 3020 (Löhnberger Weg/ Bahnhofstraße) in die neue Trasse beginnt die Brückenkonstruktion zunächst mit einer sogenannten Lahn- Vorlandbrücke. Sie steht auf Pfeilern und bietet damit keinen Widerstand bei Hochwasser.
Das Brückenbauwerk besteht aus zwei Teilen. Hinter dem Boothaus beginnt die auf Stützen stehende Vorlandbrücke, daran schließt sich die 55 Meter lange Bogenkonstruktion an.
Das Brückenbauwerk besteht aus zwei Teilen. Hinter dem Boothaus beginnt die auf Stützen stehende Vorlandbrücke, daran schließt sich die 55 Meter lange Bogenkonstruktion an.
12 Meter über Lahn
Sie schwenkt hinter dem Bootshaus in einer leichten Rechtskurve dicht vorbei am Hallenbad (von dem ein Abstand von sieben Metern für spätere Instandhaltungsarbeiten gehalten wird in Richtung Lahnufer. Hier beginnt die Bogenbrücke. Sie ist 55 Meter lang und endet am Widerlager auf der gegenüberliegenden Taunusseite. In der Lahnmitte liegt der Gehweg auf einer Höhe von 143,50 Meter über Normalnull, der Wasserspiegel bei 131,50 Meter. Das heißt, dass hier die Brücke den Fluss in einer Höhe von 12 Metern überquert. Zum Vergleich: Der Gehwegauf der Mitte der Steinernen Brücke liegt 7,70 Meter über dem Wasserspiegel, der Gehweg der Eisenbahnbrücke führt in einer Höhe von sieben Metern über den Fluss.
Die auf den Pfeilern des Bogens aufliegende Fahrbahn ist insgesamt 15,5 Meter breit und ragt auf beiden Seiten weit über die stützende Brückenkonstruktion. Die drei Fahrspuren haben jeweils eine Breite von 3,5 Meter, die beiden Gehwege sind jeweils zwei Meter breit.
Fast unmerklich steigt die Brücke auf ihrer Länge von der Westerwald- zur Taunusseite mit 2,9 Prozent. Danach nimmt die Steigung deutlich zu.
Zukunft und Gegenwart: Das Modell (links) zeigt die Bogenbrücke mit dem Parkdeck, dessen Mauer zur Lahn gleichzeitig die Stützmauer der Verknüpfung vom Tunnel zur neuen Trasse bildet. Das Modell ist im Eingang des Weilburger Rathauses in der Mauerstraße aufgestellt. Zur Zeit präsentiert sich das Gelände allerdings noch im Rohzustand (bild rechts). Anfang des Jahres wurden der Hang und die zukünftige Trasse der Brücke freigeschnitten
