Presseberichte zu Weilburg
Teilortsumgehung
Weilburger Tageblatt vom 20.04.2000
Die Brücke
Eine Serie von Wolfgang Henss
Neues Grün umgibt die Umgebung
So sah es noch vor rund 100 Jahren in der Lahnaue aus. Sie war relativ kahl und diente als Bleiche. Vom Bootshaus und von der Gärtnerei Sattler ist noch keine Spur. Das historische Foto stellte uns Heinz Strauß aus Löhnberg zur Verfügung.
Weilburg. Im Januar begannen Mitarbeiter der Straßenmeisterei mit dem Freischneiden der Trasse für die Teilortsumgehung zwischen Postplatz und Landtor.
Im Januar begannen Mitarbeiter des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen mit dem Freischneiden der Trasse. Dabei wurde auch ein Teil der Pappeln am Lahnufer zwischen Bootshaus und Hallenbad gefällt.
Sie beseitigten Büsche und Bäume in den Gärten an der Bahnhofstraße, setzten die Säge bei den Pappeln am Lahnufer an und verwandelten den Hang am Ahäuser Weg und entlang der Schloßgartenmauer in eine trostlose Öde. Kein schöner Anblick fürwahr, so mancher mag sich gefragt haben, ob der Preis, den die Natur für den Bau der Teilortsumgehung zahlen muss, nicht zu hoch ist.
Doch schon in der Diskussionsphase wiesen die Vertreter des Straßenbauamtes die Kritiker, die um das Bild der Stadt fürchteten, darauf hin, dass nach dem Bau der Brücke mehr Bäume gepflanzt seien als vorher standen. Und das ist durchaus nachweisbar, vergleicht man den bisherigen Ist-Zustand mit dem sogenannten landschaftspflegerischen Begleitplan.
Der Bau der Teilortsumgehung erfordert im Bereich des Ahäuser Weges zunächst einen Kahlschlag.
So entstehen Doppelbaumreihen sowohl zwischen Postplatz und Limburger Straße als auch in der Limburger Straße selbst sowie entlang der Bahnhofstraße. Auch vor dem Hallenbad und am Bootshaus wird neues Grün entstehen, und der Lagerplatz der Firma Görtz soll ebenfalls als Grünfläche gestaltet werden, die verschiedene Ausgleichsmaßnahmen für anderweitige Eingriffe in die Natur vereint.
Feuchtzone am Fluss
Vor der Stützmauer auf der gegenüberliegenden Lahnseite, hinter der sich nach Plan das Parkdeck verbergen soll, ist die Anlage einer Feuchtzone und eine Abpflanzung des Bauwerks vorgesehen. Weitere Bäume sollen oberhalb des Ahäuser Weges und hinter der Parkanlage Platz finden, und schließlich wird auch der Bereich des ehemaligen Mühlbergs eingegrünt.
Übrigens: Historische Foto, des Bereichs zwischen Schiffstunnel und Schloßgarten zeigen einen weitgehend baumfreien Hang mit Wiese zur Lahn. Erst im Laufe des vergangenen Jahrhunderts ist er bewachsen.
Der Wille der Stadt und des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen, die Teilortsumgehung in möglichst viel Natur einzubetten, ist sicherlich vorhanden. In welchem Maße das gelingt, wird die Zeit zeigen. Und die heilt bekanntlich alle Wunden.
Diese beiden Pläne zeigen (links) den Ist-Zustand vor dem Freischneiden der Trasse und (rechts) den Zustand nach Bau der Teilortsumgehung. Die Verluste im Bereich der Lahnaue und am Schlossgarten sollen auf vielfältige Weise kompensiert werden. Die verschiedenen Maßnahmen, die der Landschaftsbegleitplan vorschreibt, finden sich im Planfeststellungsbeschluss wieder.
