Presseberichte zu Weilburg
Vermischtes
Was schmückte das Tympanon?
Das Tympanon (Giebelfeld über dem Portal) der Friedhofskapelle
Das Tympanon, lt. Duden
die (kunstvoll gestaltete) Fläche zwischen dem Bogen über der Tür und dem Türsturz, bes. über Portalen
hier über dem Eingang der Kapelle auf dem Weilburger Friedhof, zog im Zusammenhang mit den seit einem halben Jahr laufenden Renovierungsarbeiten an der Friedhofskapelle das Interesse auf sich.
Der ehrenamtliche Stadtarchivar Ewald Stefan (links) mit seinem Kollegen Fred Kahle und dem historischen Bild der Friedhofskapelle (Foto: Dieter Nobbe, WT v. 14.09.2000
Deutlich ist auf der alten Zeichnung zu erkennen, dass ein Lamm mit einem Kreuz anstelle der heute leeren kreisrunden Steinfläche vorhanden - oder beabsichtigt? - war. Foto: Dieter Nobbe, WT v. 14.09.2000
Vermutet wird, dass auf der erhabenen, runden und steinernen Fläche früher ein Schmuck - vielleicht aus Metall - angebracht war.
Da hierüber leider keinerlei Informationen mehr vorliegen, hat das Weilburger Tageblatt (WT) in seiner Ausgabe vom 25.08.2000 das obige Foto abgebildet und eine Anfrage an alle die gerichtet, die etwas zur Aufklärung beitragen können, sei es durch eigene Erinnerungen, Fotos, Zeichnungen oder andere schriftliche Unterlagen.
Nach einem Artikel im WT v. 14.09.2000 konnte ein erster Schritt zur Klärung der Frage "Was schmückte das Tympanon?" (s. o.) durch eine Entdeckung von Herrn Ewald Stefan, einem der drei ständigen, ehrenamtlichen Mitarbeiter des Stadtarchivs, getan werden. Herr Stefan fand im Archiv der Stadt eine Zeichnung der Friedhofskapelle. Diese zeigt die Vorderansicht der Kapelle und über dem Eingangsportal, auf der heute leeren Rundfläche, die sinnbildliche Darstellung von Jesus Christus als Lamm mit dem Kreuz.
Da mit diesem Fund aber leider noch nicht eindeutig feststeht ob die aufgefundene Zeichnung nur einen Entwurf oder eine Planungsunterlage darstellt oder ob es sich um eine wirklichkeitsgetreue Darstellung handelt, wird weiter um Hinweise gebeten, die Aufschluss geben.
