Presseberichte zu Weilburg

Vermischtes

Weilburger Tageblatt vom 06.12.2000

Bürgermeister Schick und Straßenbau-Amtsleiter Weber stellten die neue Planung vor

Ein Kreisverkehr in der Frankfurter Straße soll das Verkehrsknäuel an der Abfahrt nach Kubach entwirren

Weilburg (dn). Viele Autofahrer dürften erleichtert sein, wenn sie die Stelle hinter sich haben: Die Frankfurter Straße in Weilburg im oberen Bereich zwischen zwei Tankstellen und an den Einmündungen Johann-Ernst-Straße auf der einen und Kubacher Weg auf der anderen Seite verlangt von den Verkehrsteilnehmern höchste Konzentration.

Weilburg, Lahn, geplanter Kreisel Frankfurter Straße, Abzweig Kubach; WT v. 06.12.2000; www.dinpress.de

So soll der Kreisverkehr an der Frankfurter Straße/ Kubacher Weg nach der Planung aussehen. Die Zeichnung zeigt die von links nach rechts stadtauswärts verlaufende Bundesstraße, die Einmündung des Kubacher Weges (unten) sowie die Johann- Ernst-Straße (oben rechts), die nicht mehr an den Kreisel angebunden wird. (Foto: Dieter Nobbe, www.dinpress.de

Zu dem starken Einfall- und Ausfallverkehr auf der Bundesstraße 456 kommen die Personen- und Lastkraftwagen, die aus dem Kubacher Weg - Kreisstraße 411 - einbiegen wollen. Kurze Staus und gelegentlich beängstigendes Gedränge sind an der Tagesordnung. Das soll in absehbarer Zeit ein Ende haben.

Nachdem in der Vergangenheit schon mehrfach Lösungen diskutiert wurden, legte das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) Dillenburg jetzt den Entwurf für einen Kreisverkehr vor, dessen Verwirklichung nach der Meinung von Weilburgs Bürgermeister Hans-Peter Schick und ASV-Chef Martin Weber sehr gute Aussichten hat.

Beide stellten das Vorhaben gestern an Ort und Stelle vor. Mit einem Durchmesser von 30 Metern wird der Verkehrskreisel sowohl Fahrzeugen aller Größen als auch aus den verschiedenen Richtungen kommend das geregelte Durchkommen an diesem Verkehrsknotenpunkt bieten.

Bis spätestens zum Hessentag in Weilburg im Jahr 2005 wird der Kreisverkehr fertig sein," ist Bürgermeister Schick ganz sicher, "es ist lediglich eine Frage des Termins." Das Baurecht könnte im kommen den Jahr vorliegen und der Bau gar schon bis zum Jahr 2004 vorgenommen werden.

Die Finanzierung in vorläufig grob geschätzter Höhe von etwa 750 000 Mark soll auch kein unüberwindbares Hindernis sein, wie Weber und Schick mitteilten. Und Bäume müssen auch nicht fallen: selbst eine nahestehende Linde kann stehen bleiben.

Ein Kreisverkehr als beste Lösung wird notwendig allein durch die Ansiedlung der Wohn- und Gewerbegebiete Kubach, die von Lieferautos wie von Käufern und Bewohnern gleich stark frequentiert werden. Gedränge oder gar gefährliche Situationen dürften dann der Vergangenheit angehören, weil der Kreisverkehr sich sozusagen für alle selbst regelt. "Am Tiergartenkreisel ist das eindrucksvoll bewiesen worden," sagt Schick, "dort gibt es seit dem Umbau fast keine Unfälle mehr."