Presseberichte zu Weilburg
Vermischtes
Weilburger Tageblatt vom 13.04.2002
Spätestens 2004 soll ein Kreisverkehr das Verkehrs-Chaos entzerren
In der Frankfurter Straße geht es rund
Von Klaus Birk (0 64 71) 93 80 24 k.birk@mail.mittelhessen.de
Weilburg. Seit das Gewerbegebtet „Frankfurter Straße" zwischen Weilburg und Kubach nahezu komplett belegt ist, seit der Obi-Markt seinen Neubau errichtete und seit der Weilburger Stadtteil klare Wachstumstendenzen entwickelt, seit dieser Zeit ist die Einmündung des Kubacher Wegs in die Frankfurter Straße ein echtes Nadelöhr. Immerhin quälen sich täglich zwischen 10 000 uns 15 000 Fahrzeuge über die Frankfurter Straße - und da eine Lücke zum Einfädeln zu finden, erfordert bei Autofahren schon Geduld und auch ein wenig Geschick. Doch das soll sich ändern: Spätestens bis zum Jahr 2004 soll ein Kreisverkehr die Verkehrssituation entschärft haben.
Zur Unübersichtlichkeit dieser Kreuzung tragen noch zwei weitere Faktoren bei: Eine Tankstelle, deren Ausfahrt genau gegenüber der Einmündung Kubacher Weg in die Frankfurter liegt, sowie die Johann-Ernst-Straße, die insbesondere als Zubringerstraße zu Gagern-Schule, Gymnasium und Wohnheim Windhof der Technikerschule dient.
Das Amt für Straße- und Verkehrswesen (ASW) sei schon seit geraumer Zeit dabei, eine Lösung für diese Verkehrssituation zu finden, berichtete Bürgermeister Hans-Peter Schick (parteilos) den Mitgliedern der Weilburger CDU-Stadtverordnetenfraktion. Die hatte den Bürgermeister zu einem Ortstermin gebeten, um sich den Stand der Planungen erläutern zu lassen.
Und Schick lobte zunächst einmal die Arbeit des Straßenverkehrsamtes: Trotz der Schwierigkeiten, einen Kreisverkehr zu bauen, hätten die Straßenplaner dieses Vorhaben immer weiter verfolgt - und nun auch eine Lösung gefunden.
Denn ein Hindernis sei das Gefälle der Frankfurter Straße, so Schick: Kreisverkehre sollten nämlich möglichst eben angelegt werden. Das wollen die Planer nun dadurch erreichen, dass die Fahrbahn der Frankfurter stadtauswärts leicht angehoben und stadteinwärts ein wenig abgesenkt werden soll.
Auf die Frage, wie denn nun konkret der Stand der Dinge sei, antwortete der Bürgermeister: „Sehr konkret. Dass ein Kreisverkehr kommt, ist entschieden. Derzeit ist das ASW dabei, das Baurecht zu besorgen.
Er rechne mit einer Fertigstellung bis zum Jahr 2004 - „auf jeden Fall aber vor dem Hessentag", so Schick. Bereits jetzt werde bei der Planung von Grundstücken, die zur Bebauung anstünden, von der neuen Verkehrsführung ausgegangen.
Ob denn auch die Tankstellen-Ausfahrt in den Kreisverkehr eingebunden werde, wollten die CDU-Kommunalpolitiker wissen. Nein, sagte der Bürgermeister: Rein rechtlich gesehen habe diese Ausfahrt den Status einer „privaten Hofeinfahrt'. Deswegen möchte er auch kein StoppSchild oder irgend ein anderes Verkehrszeichen an der Ausfahrt sehen: „Dann geben wir der Ausfahrt den Status einer Straße und schaffen rechtliche Probleme".
Dennoch regten die CDUStadtverordneten um Thomas Schmidt an, den Tankstellenbetreiber darum zu bitten, ein Schild aufzustellen, auf dem, an die Autofahrer gerichtet, etwa stehen könnte: „Sie haben keine Vorfahrt!"
