Presseberichte zu Weilburg

Vermischtes

Weilburger Tageblatt vom 04.09.2004

Bebauungspläne für Bahnhofsgelände, Niedergasse und Kreisverkehr

Parlament treibt Stadtentwicklung voran

Von Dieter Nobbe (0 64 71) 93 80 28 redaktion.wt@mail.mlttelhessen.de

Weilburg . Über die Hälfte der 22 Tagesordnungspunkte der Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag Abend waren Bauthemen gewidmet, wobei etliche wesentlichen Einfluss auf die Stadtentwicklung haben dürften.

So etwa das Gelände des Bahnhofs, das die Deutsche Bahn AG zum großen Teil abgeben möchte und wofür die Stadt Weilburg Kaufinteressent ist. Um dort ein Misch- oder Gewerbegebiet ausweisen zu können, ist die Aufstellung eines Bebauungsplans zur planungsrechtlichen Absicherung des Bahnhofs sowie der jetzigen und künftigen Gewerbetreibenden erforderlich.

Einem entsprechenden Vorschlag des Magistrats folgte das Parlament einstimmig, einschließlich der Kosten von etwa 15 000 Euro, die im Haushalt 2005 bereit zu stellen sind.

Ebenso einstimmig wurde die Änderung des Bebauungsplans „Niedergasse Nord” genehmigt. Hintergrund dafür ist die Absicht des Betreibers des Hotels „Lahnschleife”, das Gebäude zu erweitern und die Hainallee zu überbauen. Die zuständigen Behörden für Denkmalpflege haben dem Vorhaben bereits grundsätzlich zugestimmt.

Beabsichtigt ist ein Übergang von der Niedergasse zum Hotelbau, der mit einer Art Turm erweitert werden soll.

Für einen künftigen Kreisverkehr im Bereich Bundesstraße 456/Limburger Straße und Kreisstraße 416/Lindenstraße in Waldhausen soll nach dem einstimmigen Beschluss des Parlaments ebenfalls ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Damit kann der Verkehrsknotenpunkt im Bereich des Versuchs- und Lehrbetriebs für Waldarbeit und Forsttechnik und des künftigen Forstamtes wesentlich verkehrssicherer gestaltet werden.

Das Amt für Straßen- und Verkehrswesen Dillenburg hat den Bau bereits in sein Bauprogramm für das Jahr 2007 aufgenommen.

Aufstellungsbeschlüsse für die Bauleitplanung „Am Friedhof” in Ahausen, „Am Pfingstborn” in Hirschhausen und die Bebauungspläne „Auf der Nonn” in Kirschhofen sowie „Ziegengraben” in Kubach (Ausweisung eines Gewerbegebiets gegenüber dem Aldi-Markt) wurden ebenfalls einstimmig beschlossen.

Das Gleiche gilt für die Flächennutzungsplanänderung und den Bebauungsplan „In dem Bohnenstück” in Gaudernbach. Auch ein „vorhabenbezogener Bebauungsplan” für die Grundstücke Mozartstraße 7 bis 11 wurde einstimmig beschlossen. Diese drei Häuser sollen vom Eigentümer wegen ihrer schlechten Bausubstanz abgerissen und durch vier neue ersetzt werden.

Ein Bebauungsplan sowie eine Veränderungssperre „Zum Birkenkopf“ in Kubach (ehemals Massa-Gelände) entsprechend einem Antrag der SPD-Fraktion hielt die CDU-Fraktion für nicht notwendig. Er wurde mit 22 zu 11 Stimmen jedoch beschlossen.

Der Bebauungsplan „Vor dem Bernetswald” in Waldhausen hatte zuvor schon im Haupt- und Finanzausschuss „kontroverse Beratungen” ausgelöst, wie der Vorsitzende Hartmut Bock (SPD) berichtete, aber dann doch mit fünf zu zwei Stimmen eine Mehrheit gefunden. Der Bau- und Umweltausschuss hatte ihn einstimmig gutgeheißen.

Rewe-Markt baut in Waldhausen neu

Dahinter steckt die Absicht des Rewe-Marktes (früher: „Kontra"), seinen bisherigen Standort in der Westerwaldstraße/Steinstraße aufzugeben und einen Neubau unweit davon in der Lindenstraße „Vor dem Bernetswald” zu errichten.

Es handele sich um eine Umsiedelung und nicht um einen zusätzlichen Markt, begegnete Bürgermeister Hans-Peter Schick (parteilos) Einwänden aus der SPD („Was wird dann aus dem bisherigen Standort?”) und der FWG, die verlangte, es solle sich dabei nicht um eine Vergrößerung handeln.

Schließlich gab es mit 30 Ja- und 2 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung eine große Mehrheit für die Aufstellung eines Bebauungsplans für 1 200 Quadratmeter Verkaufsfläche für Lebensmittel an Stelle der bisherigen 1 400 Quadratmeter.