Presseberichte zu Weilburg

Teilortsumgehung

Weilburger Tageblatt vom 13.04.2000

Die Brücke
Eine Serie von Wolfgang Henss

Sieben Millionen Mark für den Kauf von Grundstücken und Abrisskosten

Weilburg, Lahn, Teilortsumgehung Abriss Gärtnerei Sattler; Foto WT v. 13.04.2000

Als erste Abrissmaßnahme fielen die Treibhäuser und das Wohnhaus der Gärtnerei Sattler zwischen Hallenbad und Bootshaus der Spitzhacke zum Opfer.

Weilburg. 40,2 Millionen Mark hat das Bundesverkehrsministerium für den Bau der Teilortsumgehung Weilburg in seinem Investitionsprogramm für den Fernstraßenbau ausgewiesen und mittlerweile freigegeben. Rund 6,9 Millionen Mark muss die Stadt Weilburg aufbringen, entscheidet sich das Stadtparlament im Mai nicht gegen den Bau der Parkanlage am Landtor. Das macht nach Adam Riese zusammen rund 47 Millionen Mark. Die Gesamtkosten der Teilortsumgehung werden allerdings mit 54 Millionen Mark beziffert. Wo stecken die restlichen sieben Millionen Mark?

Weilburg, Lahn, Ahäuser Weg und Landtorvorplatz; Foto: WT v. 13.04.2000

Landtorvorplatz und Ahäuser Weg in den Achtziger Jahren. Von den Häusern auf der linken Seite des Ahäuser Wegs steht mittlerweile keines mehr.

Die Antwort: Im Ankauf von Grundstücken und Gebäuden sowie in Abrisskosten. Denn trotz aller Widrigkeiten und Fragezeichen, die jahrelang das Weilburger Brückenprojekt begleiteten, sorgte das Straßenbauamt, heute Amt für Straßen und Verkehrswesen (ASV), vor, und es schuf Fakten. So wurde das Stadtbild bereits verändert, bevor überhaupt der Bau der Teilortsumgehung offiziell beginnt.

Das Amt kaufte auf der Westerwaldseite alle benötigten Gartengrundstücke zwischen Bahnhofstraße und Lahn, auf denen die zukünftige Trasse der Bundesstraße verlaufen wird. In seinen Besitz über ging auch die frühere Gärtnerei Sattler und fiel kurz darauf der Spitzhacke zum Opfer.

Weilburg, Lahn, Teilortsumgehung, Weilstraße; Foto: WT v. 13.04.2000

Das Haus Weilstraße 1 (rechts) wird noch abgerissen. Links davon wird sich der Weiltaltunnel öffnen.

Auf der gegenüberliegenden Lahnseite kaufte das Amt die Anwesen Ahäuser Weg 1, 2, 3, 5 und 7 und ließ sie abreißen. Wo früher das Möbelhaus Thilo stand, wird die Frankfurter Straße einmal in die Brücke münden. Wo weiter unterhalb die Möbelspedition Meurer ihren Sitz hatte, wird der Tunnel aus dem Weiltal die Kraftfahrzeuge wieder ans Tageslicht spucken.

Auch am anderen Ende des Tunnels war die Grundstücksabteilung des ASV tätig: Das Haus Weilstraße 1 wird noch in diesem Jahr abgerissen. An dieser Stelle soll eine Station für die im Tunnel benötigte Technik entstehen.

Weilburg, Lahn, Ahäuser Weg. Ehemaliger Sitz der Spedition Meurer; Foto: WT v. 13.04.2000

Es war einmal: Der Sitz der Spedition Meurer im Ahäuser Weg.