Presseberichte zu Weilburg

Teilortsumgehung

Weilburger Tageblatt vom 14.04.2000

Die Brücke
Eine Serie von Wolfgang Henss

Vom neuen Postplatz zur Einmündung Limburger Straße

Weilburg, Lahn, Plan für die Teilortsumgehung am Postplatz/Limburger Straße; Foto: WT v. 14.04.2000

Weilburg. Beschäftigten sich die bisherigen Folgen vor allem mit der Vorgeschichte und den Vorarbeiten für die Teilortsumgehung, so starten wir heute mit der detaillierten Vorstellung der Planung. Wir werden dies abschnittsweise tun, weil der Umfang der verschiedenen Baumaßnahmen nicht in einem Zug dargestellt werden kann. Wir beginnen mit dem Abschnitt vom Postplatz bis zur Einmündung in die Limburger Straße, weil hier de facto bereits mit den Arbeiten für die Teilortsumgehung begonnen wurde. Denn das zur Zeit im Bau befindliche Regenüberlaufbecken des Abwasserverbandes Weilburg bildet sozusagen das Kellergeschoß der zukünftigen Trasse. Die Begrenzungsmauer des Beckens zur Lahn ist gleichzeitig die Stützmauer der neuen Straße mit einem Treppenabgang zur Lahn. Sie rückt im Vergleich zur jetzigen Mauer 19 Meter näher an die Lahn heran und wird dann weiter geführt zur Einmündung der Limburger Straße. Dort beschreibt die Mauer einen Bogen und umfasst eine kleine Grünanlage, von der aus man den Blick auf Weilburgs Schokoladenseite mit Lahn und Schloss genießen kann. Auf die Mauerkrone kommt eine Brüstung. Das Ganze wird mit Bruchsteinen verblendet. Eine markante Veränderung erfährt der Platz vor der Post. In zentraler Lage zwischen dem historischen Gebäude und dem Brückenhäuschen entsteht ein Kreisverkehr mit einem Rondell mit einem Innendurchmesser von zehn Metern.

Weilburg, Lahn, Regenüberlaufbecken am Postplatz; Foto: WT v. 14.04.2000
Weilburg, Lahn, Regenüberlaufbecken am Postplatz; Foto: WT v. 14.04.2000

Im Gegensatz zu dem alten Rondell vor der Kreissparkasse, das Anfang der Siebziger Jahre beim Umbau des Kreditinstituts weichen mußte, ist allerdings an keine Bepflanzung mit Bäumen gedacht, um den Blick von der Brücke auf die Post zu gewähren.

Von der Limburger Straße kommend führt der Verkehr dann durch den Kreisel weiter nach rechts in den Odersbacher Weg bzw. weiter über die Steinerne Brücke.

Das Verkehrsaufkommen hier wird gewaltig sinken. Wurden bei einer Verkehrszählung im September 1992 auf der Steinernen Brücke noch 17 300 Fahrzeuge in 24 Stunden gezählt, so wird sich die Zahl nach Fertigstellung der Brücke in diesem Bereich auf etwa 2000 Fahrzeuge reduzieren.

Die neue Trasse zwischen Postplatz und Limburger Straße führt über das jetzt im Bau befindliche Regenüberlaufbecken. Die Außenmauer des Wasserbehälters ist gleichzeitig die Stützmauer der neuen Straße (Bilder rechts). Die jetzige Straße am Postplatz wird abgehängt und durch einen Grünstreifen von der neuen Straße getrennt. Dadurch entsteht ein kleines Plateau.

Straße wird abgehängt

Die jetzige Straße am Postplatz wird abgehängt und durch eine Trockenmauer zur neuen Straße hin abgegrenzt. Weil die Planer an der Einmündung der Limburger Straße das dortige Gefälle in die neue Trasse mitnehmen, liegt auch der Abschnitt zwischen Post und Limburger Straße etwas tiefer, so dass hier ein Absatz entsteht. Dieser Bereich wird durch eine Doppelreihe Bäume eingegrünt. Zur Lahnseite hin entsteht ein sogenanntes Buskap, die bisherige öffentliche Toilette entfällt.

Weilburg, Lahn, ehemaliges Rondell am Postplatz; Foto: WT v. 14.04.2000

Diese Idylle, die bis zum Bau der Kreissparkasse das Rondell am Postplatz bot, wird wohl nie mehr zurückkehren. Doch immerhin: Vor dem historischen Postgebäude wird wieder ein Rondell entstehen. Allerdings wird es nicht von Bäumen umgeben sein, um den Blick von der anderen Lahnseite auf die Post nicht zu verstellen.