Presseberichte zu Weilburg

Teilortsumgehung

Weilburger Tageblatt vom 15.04.2000

Die Brücke
Eine Serie von Wolfgang Henss

Von der Limburger Straße bis zur neuen Lahnbrücke

Weilburg, Lahn, Teilortsumgehung, Fotomontage: Bahnhofstraße nach dem Brückenbauder  (Fotomontage), Foto: WT v. 15.04.2000

Blick vom Schlossgarten auf die neue Trasse der gegenüberliegenden Bundesstraße im Bereich der Bahnhofstraße. Eine bruchsteinverblendete Stützmauer trennt die Straße vom Uferbereich. Diese Fotomontage stammt aus dem Jahr 1987 und berücksichtigt noch nicht den letzten Stand der Planung. Doch sie vermittelt durchaus einen realistischen Eindruck der zukünftigen Umgehung.

Weilburg. Völlig verändern wird sich durch den Bau der Teilortsumgehung auch der Bereich zwischen der Limburger Straße und dem Hallenbad.

Wie bereits in der letzten Folge erläutert, wird das Gefälle der Limburger Straße in der leichten Linkskurve, mit der die Bundesstraße in die neue Trasse parallel zur Lahn einmündet, mitgenommen. Dadurch verläuft die neue Straße teilweise bis zu zwei Meter unter dem jetzigen Niveau der Bahnhofstraße. Auch dieser Höhenunterschied muss durch eine Stützmauer aufgefangen werden, die in Höhe des Bootshauses am Knotenpunkt mit dem aus Richtung Bahnhof kommenden Verkehr ausläuft.

Wie die Straße am Postplatz wird auch die Bahnhofstraße abgehängt. Sie wird Sackgasse, schmaler und als reine Anliegerstraße gestaltet. Sie soll gepflastert werden. Die Zufahrt erfolgt aus Richtung Bahnhof. In Höhe des jetzigen Anwesens Bahnhofstraße 5 entsteht ein Wendeplatz.

Weilburg, Lahn, Bahnhofstraße; Foto: WT v. 15.04.2000

So ruhig soll es nach dem Bau der Brücke in der Bahnhofstraße zugehen. Sie wird Sackgasse.

Vor der Bahnhofstraße soll eine neue Doppelbaumreihe die alten Platanen ersetzen. Zwischen Bahnhofstraße und der neuen Straße entsteht eine Grünfläche.

In der Kurve der Bahnhofstraße am Haus Nummer 17 in Höhe des Hallenbades beginnt der Knotenpunkt zur Verknüpfung des mit dem aus Richtung Löhnberg kommenden und nach dort abfließenden Verkehrs mit der neuen Trasse, auf der sich nach neuen Schätzungen täglich 18 000 bis 19 000 Fahrzeuge bewegen werden (die bisher durch die Altstadt fuhren).

Dieser Knoten wird ebenso wie die Einmündung des von der Steinernen Brücke kommenden Verkehrs mit Ampelanlagen geregelt. Die Fahrbahn der Umgehung mit drei Fahrspuren ist hier 9,5 Meter breit (die Bahnhofstraße ist zur Zeit acht Meter breit).

Weilburg, Lahn, Teilortsumgehung, Plan des Bereichs Bahnhofstraße; Foto: WT v. 15.04.2000
Weilburg, Lahn, Teilortsumgehung, Plan des Bereichs zwischen Hallenbad und Bootshaus; Foto: WT v. 15.04.2000

Die Pläne zeigen den zukünftigen Verlauf der B 456 zwischen Limburger Straße und Brücke. Die neue Stützmauer grenzt die Trasse bis zum Bootshaus ab und verläuft dann nach dem Widerlager der Vorlandbrücke weiter hinter dem Hallenbad. Über dessen Parkplatz führt die neue Zufahrt zum Bootshaus. Der Plan rechts zeigt den Anschlussbereich der Landesstraße 3020 an die neue Bundesstraße. Das Lager des Baustoffhandels Görtz wird Grünbereich und dient als Rententionsraum bei Hochwasser.

Hinter dem Bootshaus macht die Stützmauer zur Lahnseite einen Vorsprung und wird dann zwischen Bahnhofstraße und Hallenbad bis zum Anwesen Bahnhofstraße 21 weitergeführt. Die jetzige Zufahrt zum Bootshaus und zum Bootsverleih, der Bootshausweg, entfällt. Eine neue Zufahrt soll in Verlängerung des Hallenbad-Parkplatzes unter der auf Stützen ruhenden Vorlandbrücke geschaffen werden.

Der Bootsverleih des Kur- und Verkehrsvereins wird während der Bauphase an das Hallenbad wechseln, soll nach Fertigstellung der Brücke dann aber wieder seinen gewohnten Standort einnehmen.

Da die Firma Görtz demnächst in ihr neues Domizil im Kubacher Gewerbegebiet umziehen wird, soll der bisherige Lagerplatz während der Bauzeit als Baustellenlager genutzt werden. Später soll der Bereich als Grünfläche umgestaltet werden und als Retentionsraum bei Hochwasser der Lahn dienen. Dazu wird die bisher an die Lahn grenzende Mauer abgetragen.