Presseberichte zu Weilburg

Teilortsumgehung

Weilburger Tageblatt vom 17.04.2000

Die Brücke
Eine Serie von Wolfgang Henss

Der Bereich rund um das Landtor

Weilburg, Lahn, Platz am Landtor, Abfahrt zum Mühlberg; Foto: WT v. 17.04.2000

Der Platz vor dem Landtor verändert sein Gesicht. Die Straße am Mühlberg wird geschlossen und aufgefüllt.

Weilburg. Der Bau der Teilortsumgehung verleiht auch dem Bereich vor dem Landtor ein völlig neues Gesicht.

Weilburg, Lahn, Schnittzeichnung Straßenübergang/Brücke am Parkhaus; Foto: WT v. 17.04.2000

Dieser Schnitt oben, zeigt wie die Trasse der Umgehung in der Kurve wie in einem Trog auf die Brücke stößt. Links die geplante zweigeschossige Parkeinrichtung. Fußgänger gelangen durch einen Treppenturm ins Freie und zur Fußgängerbrücke (rechts), die den Platz vor der Parkeinrichtung mit dem Zugang zur Innenstadt verbindet. Die Zufahrt in die Altstadt erfolgt von der Frankfurter Straße durch Linksabbiegen über eine neue Straße durch das Landtor.

Das hat verschiedene Ursachen. Eine besondere Rolle spielen dabei die schwierigen topografischen Verhältnisse.

Denn schließlich müssen Brücke und Frankfurter Straße zusammengeführt werden.

Weilburg, Lahn, Plan des Platzes am Landtor; Foto: WT v. 17.04.2000

Bereits in der letzten Folge wurde deutlich, dass die Steigung der neuen Teilortsumgehung nach der Bogenbrücke zunimmt, und zwar von 2,9 Prozent auf 10,9 Prozent. Das entspricht dem Gefälle der Frankfurter Straße.

Folgt man dem Verlauf der Trasse aus der entgegengesetzten Richtung, so schwenkt die Bundesstraße vor dem Landtor zwischen dem ehemaligen Tankstellengelände und der Schloßgartenmauer über das Grundstück des früheren Möbelhauses in einer rechtwinkligen Kurve in Richtung Brücke. Dabei wird das Gefälle der Frankfurter Straße am Ende der Bebauung fortgeführt, so dass die Keller der Häuser Frankfurter Straße 1 und 2 an der Hausecke um rund zwei Meter höher aus dem Boden kommen.

Weilburg, Lahn, Teilortsumgehung, Zeichnung des Platzes am Landtor; Foto: WT v. 17.04.2000

Im weiteren Verlauf verschwindet die Trasse sozusagen in der "Versenkung". Zwischen zwei Stützmauern nähern sich die Fahrzeuge wie in einem Trog der Brücke und der davor liegenden Anbindung des Ahäuser Weges, der aus dem Tunnel kommenden Weilstraße und der Zu- und Abfahrt der geplanten, jetzt aber (durch die Entscheidung des Weilburger Magistrats) aus Kostengründen wieder fraglichen Parkeinrichtung.

Weilburg, Lahn, Teilortsumgehung, Modellfoto, Landtorbereich; Foto: WT v. 17.04.2000

Ein Blick auf das Modell zeigt: Durch das fortgesetzte Gefälle der Frankfurter Straße im Bereich des Landtors entstehen auf beiden Seiten der Straße jeweils plateauähnliche Flächen.

Auch wenn die Parkanlage nicht gebaut werden sollte, entstehen durch die Absenkung der Fahrbahn auf dem ehemaligen Tankstellengelände und vor dem Landtor zwei plateauähnliche Flächen, die an der unteren Schlossgartenmauer durch eine Fußgängerbrücke über die Bundesstraße verbunden sind. Die unterste Ebene des Schloßgartens wird mit einer neuen Mauer erweitert.

Die Straße am Mühlberg wird zugemauert, so dass eine Zufahrt zur Bundesstraße von der Weilstraße aus nicht mehr möglich ist. Die Anlieger aus der Vorstadt erreichen aber noch die Rückseite ihrer Anwesen. Der durch die Absperrung entstehende Hohlraum im Bereich der Serpentine wird aufgefüllt und auf das übrige Niveau des "König-Konrad-Platzes" vor dem Landtor angeglichen. Der Verkehr aus Richtung Usingen, der in die Innenstadt will, biegt hinter dem Haus Frankfurter Straße 2 nach links ab und gelangt über eine neue Zufahrt durch das Landtor in die Vorstadt.