Presseberichte zu Weilburg

Teilortsumgehung

Weilburger Tageblatt vom 22.04.2000

Planfeststellungsbeschluss

Der Planfeststellungsbeschluss für die Teilortsumgehung Weilburg

Weilburg, Lahn, Bürgermeister H.-P. Schick, Staatssekretär H. Hirschler, Übergabe des Planfeststellungsbeschlussess; Foto: WT v. 22.04.2000

Staatssekretär Dr. Herbert Hirschler überreichte am 23. August 1999 Bürgermeister Hans-Peter Schick den von ihm im Alten Rathaus unterschriebenen Planfeststellungsbeschluss für die Teilortsumgehung Weilburg.

Der Plan für den

A.

Bau der Teilortsumgehung Weilburg, Landkreis Limburg-Weilburg, im Zuge der Bundesstraße 456 - östliche Umfahrung der Altstadt - einschließlich der damit verbundenen Folgemaßnahmen

  • Anschluss der Straße "Am Postplatz" (ehemalige B 456) an die B 456
  • Anschluss der Bahnhofstraße (Landesstraße 3020) an die B 456
  • Anschluss der Weilstraße (Landesstraße 3025) einschließlich Anschluss der Straßen "Im Bangert/Mühlberg" (alte L 3025) an die L 3025
  • Anschluss des Ahäuser Weges (Landesstraße 3025) an die L 3025 einschließlich Ein- und Ausfahrt zum Parkdeck
  • Anschluss der Straße "Vorstadt" (alte B 456) an die B 456 (Frankfurter Straße)
  • Umbau der Bahnhofstraße zwischen Limburger Straße und Hallenbad
  • Errichtung von mit Naturstein verblendeten Stützmauern nördlich der Lahnbrücke sowohl lahn- als auch häuserseitig sowie am Hallenbad
  • Neubau einer Lahnbrücke (Bogenbrücke mit aufgeständerter Vorlandbrücke) mit einer lichten Weite von 143,00 m
  • Bau des Weilstraßentunnels unter der Frankfurter Straße/Kalvarienberg mit einer Länge von 132,50 m im Zuge der L 3025
  • Errichtung einer Fußgängerüberführung am Landtor
  • Errichtung einer Stützmauer vor der unteren Orangerie mit Treppenaufgang zum Landtor
  • Errichtung von Stützmauern vor dem Landtor-Vorplatz beiderseits der B 456 und als Abschluss der Straße "Mühlberg"
  • Anlage einer neuen Zufahrt zum Bootshaus
  • Bau und änderung von Gehwegen und Parkstreifen
  • Anlage einer Bushaltebucht an der Straße "Vorstadt" (alte B 456)
  • Errichtung eines Treppenabganges und Rampe zur Lahnwiese im Bereich "Am Postplatz"
  • Errichtung einer Stützwand am Ahäuser Weg (als Abschluss der Anliegerstraße)

Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen in Form

  • der Anpflanzung von Bäumen und Gebüsch an den Tunnelportalen
  • der Entwicklung eines strukturreichen Felsbiotops mit Halbtrockenrasen am südlichen Tunnelportal
  • der Entwicklung eines Schutthangbiotops
  • der Anlage von Grünflächen
  • der Wiederherrichtung und Erweiterung vorhandener Anbauflächen und Mauerbegrünungen
  • der Anpflanzung von Eschen und Gebüsch sowie der Anlage von Mauerbegrünungen im Bereich des Parkdecks
  • der Anlage von wechselfeuchten Mulden auf Wiesen am Lahnufer, der Anpflanzung von Laubbäumen und Gehölzen sowie einer Extensivwiese an der Lahn
  • der Umgestaltung des Landtor-Vorplatzes auf ein etwa gleich hohes Niveau
  • der Anpflanzung von Linden am Landtorplatz und an der Frankfurter Straße
  • der Umgestaltung des Lagerplatzes Fa. Goertz wie der Anlage naturnaher Uferbereiche, der Entwicklung von Stauden- und Gebüschflächen sowie Sukzessionsbereichen, der Pflanzung von Laubbäumen und Obstwildbaumarten, der Anschüttung von Trockenmauersteinen, der Anlage ufernaher Tümpel, der Ausformung des flachen Uferprofils
  • der Anlage von Mauerbegrünungen an den lahnseitigen Mauern
  • der Pflanzung von Stauden mit Anlage einer Extensivwiese an der Lahn (westlich des Postplatzes)
  • der Anlage von Rasenflächen und gärtnerisch gestalteter Parkanlage mit Gebüschen und Laubbäumen am Postplatz
  • der Anlage einer Trockenmauer unterhalb der Bahnhofstraße mit Begrünung dieser Mauer
  • der Anpflanzung von Linden am Postplatz und an der Bahnhofstraße sowie Verlängerung der Platanenreihe an der Bahnhofstraße
  • der Ergänzung der Rotdornreihe und Pflanzung von Linden an der Limburger Straße 

B.

den Bau eines Parkdecks unter der Anschlussrampe zur L 3025 als Gemeinschaftsmaßnahme der Bundesrepublik Deutschland (Bundesstraßenverwaltung), des Landes Hessen (Hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung) sowie der Stadt Weilburg mit den dazugehörigen Unterlagen

wird gemäß § 17 des Bundesfernstraßengesetzes (FStrG) in der Fassung vom 19. April 1994, geändert durch Gesetz vom 18. Juni 1997 in Verbindung mit §§ 72 ff. des Hessischen Verwaltungsverfahrensgesetzes (HVwVfG) in der Fassung vom 4. März 1999

. . festgestellt.

*Anmerkung der Redaktion (des WT): Dieser Beschluss wurde redaktionell überarbeitet. Es wurde auf die nur Fachleuten verständlichen Angeben über Netzknoten und Bau-Kilometer verzichtet. Der Wortlaut der Erläuterungen und Ausführungsbestimmungen füllt ein Buch und würde den Rahmen einer solchen Veröffentlichung sprengen