Presseberichte zu Weilburg

Teilortsumgehung

Weilburger Tageblatt vom 19.12.2002

Finanzminister Weimar besuchte die Tunnel-Baustelle an der Weilstraße

Um Zugluft zu vermeiden, muss der Durchschlag einige Wochen warten

Von Dieter Nobbe (0 64 71) 93 80 29 redaktion.wt@mail.mittelhessen.de

Weilburg. Über den Fortgang der Bauarbeiten am Tunnel von der Weilstraße zum Ahäuser Weg im Rahmen der Teilortsumgehung in Weilburg informierte sich der hessische Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU). Weimar, gleichzeitig Kandidat seiner Partei für die Landtagswahl am 2. Februar 2002, sah sich zusammen mit Mitgliedern der CDU-Fraktion in der Weilburger Stadtverordnetenversammlung, sowie Bürgermeister Hans-Peter Schick (parteilos) vor Ort um.

Sie ließen sich zunächst von Werner Laux und Henning Pötz im Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV), Außenstelle Weilburg, und später vor Ort von Bauleiter Ronald Voigt vom gegenwärtigen Stand des Tunnelvortriebs unterrichten.

Dabei standen sie nicht ganz hundert Meter hinter dem Tunneleingang tief im Berg etwa unter der Frankfurter Straße. Sehr viel weiter wird der Tunnel zunächst nicht vorgetrieben.

Nach der Pause zu Weihnachten und dem Jahreswechsel soll in dem bereits bestehenden Tunnelbereich die Sohle tiefer gegraben werden - jetzt ist sie noch etwa zwei Meter zu hoch.

Die Öffnung des Tunnels, „Durchschlag" oder auch „Durchschuss" genannt, zum Ahäuser Weg wird erst danach vorgenommen, Werner Laux schätzt den Zeitpunkt auf Ende Januar.

Eigentlich könnten die noch fehlenden etwa 23 Meter bis zum Tunnelende noch vor dem Fest absolviert werden, aber das hätte zur Folge, dass danach ständiger Durchzug zwischen den beiden Öffnungen im Tunnel wäre und das ist für die jeweils sieben Mitarbeiter pro Schicht unangenehm und gesundheitsgefährdend.

Sechstausend Kubikmeter Fels wurden bisher ausgeräumt, bei den Sprengungen gingen die Mineure mit größter Vorsicht vor, um die denkmalgeschützten Heiliggrabkapelle und Kalvarienberg, aber auch die übrigen Häuser und technischen Einrichtungen über dem Tunnel nicht zu gefährden.

In einem Jahr soll der Tunnel für den Autoverkehr geöffnet werden, weil dann der obere Ahäuser Weg für die Arbeiten für die Parkgelegenheit sowie für die neue Brücke zwischen Hallenbad und Bootshaus über die Lahn gebraucht wird.

„Ende 2004 erwartet die Stadt von uns die Fertigstellung aller Bauarbeiten für die Teilortsumgehung," sagte Laux, "Bisher sind wir gut im Zeitplan".

Die restliche Zeit bis zum Hessentag 2005 wird für die Begrünung, die landschaftliche Gestaltung - und nicht zuletzt für Blumenanpflanzung gebraucht. "Die Außenstelle Weilburg des ASV hat sich als leistungsstarke Gruppe bewährt, die brauchen wir auch weiterhin hier," setzte sich Weimar für den Behördenstandort Weilburg ein.

"Sie muss auf jeden Fall hier bleiben, die seinerzeitige Verlegung des Amtes nach Dillenburg war eine falsche Entscheidung."