Presseberichte zu Weilburg

Teilortsumgehung

Weilburger Tageblatt vom 10.01.2003

Aufträge für 10 Millionen Euro

Parkhaus und Brücke vergeben

Von Heinz Zimmermann (0 64 71) 93 80 26 h.zimmermann@mail.mittelhessen.de

Weilburg. Ein Unternehmen von der Mosel schnappte sich den bisher größten Brocken bei der Weilburger Teilortsumgehung: Die Firma Schnorpfeil aus Treis-Karden im Landkreis Cochem-Zell bekam den Zuschlag für den mit zehn Millionen Euro veranschlagten Bau der Brücke und des Parkhauses.

Wie Projektleiter Werner Laux vom Amt für Straßen und Verkehrswesen erläuterte, hatten sich insgesamt 27 Firmen aus Deutschland für die europaweite Ausschreibung interessiert, zehn davon hatten ein Angebot abgegeben. Das Unternehmen aus Rheinland-Pfalz, dessen Angebot am preisgünstigsten gewesen sei, beschäftige bis zu 700 Mitarbeiter und sei auf den Bau von Großbrücken spezialisiert.

Nach den Worten von Werner Laux beginnt nun die Planungsphase für das Projekt, voraussichtlich Mitte März fällt dann der Startschuss für die eigentlichen Arbeiten.

Dabei stehen als erstes die Gründungsarbeiten am Ahäuser Weg auf dem Programm. Rund zweihundert etwa sechs Meter lange Pfähle (mit einem Durchmesser von etwa eineinhalb Metern) werden dabei bis auf den Fels in den Boden getrieben. Im Laufe des Sommers könnte dann das Gerüst erstellt werden.

Werner Laux zeigte sich zuversichtlich, dass im Sommer 2004 die Brücke hinterfüllt und die 193 Plätze zählende Parkeinrichtung überdeckt werden kann.

Seit Montag laufen auch die Arbeiten am Weiltaltunnel wieder. Die in drei Schichten tätigen Arbeiter werden nun die Sohle des Tunnels um zweieinhalb Meter vertiefen, um dann vermutlich Ende Februar den endgültigen Durchbruch am Ahäuser Weg zu vollenden.

Laux: "Das alles ist ein Signal für Weilburg, dass es weitergeht. Wir haben schließlich einen knallharten Terminplan. Beim Hessentag soll keine Spurmehr von einer Baustelle zu sehen sein".