Presseberichte zu Weilburg

Teilortsumgehung

Weilburger Tageblatt vom 06.08.2003

Lage in Bahnhofstraße und Wilhelmstraße hat sich entspannt

Wieder alles im grünen Bereich auf den Weilburger Baustellen

Weilburg gsw. Zwischen Waldhäuser Weg und Landtor ging gestern nichts mehr: Auf dem Weg durch die Weilburger Innenstadt blieb Bussen, Last­wagen und Pkws, aber auch einigen mutigen Radfahrern nichts anderes mehr übrig, als sich am Ende der Blechkara­wane anzustellen. Mit der eigentlich schon für Montag angekündigten Sperrung der Limburger Straße ist der Verkehr in Weilburg gestern zusammengebrochen.

Grünes Licht für Weilburgs Verkehrsführung. Nach dem die Sperrung der Limburger Straße im Zuge der Bauarbeiten der Teilortsumgehung Mitte der vergangenen Woche teilweise zu chaotischen Verkehrsverhältnissen in Wilhelmstraße und Bahnhofsstraße geführt haben, hat sich jetzt die Lage wieder entspannt.

Eine neue Vorfahrtsregelung für die Wilhelmstraße und das Abschalten der Ampel in der Bahnhofsstraße hat wieder zu fast flüssigem Verkehr auf Weilburgs Straßen geführt.

Auch die ersten Ansätze der neuen Lahnbrücke der Teilortsumgehung sind nun sichtbar. "Wir sind mit unserem Baufortschritt im grünen Bereich", so Werner Laux vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen. Derzeit stellen die Bauarbeiter das Tragegerüst für die Vorlandbrücke fertig und verschalen die Fahrbahn. Als nächstes folgen die Arbeiten am Flusssbogen der Trasse. Dazu werden große Stahlbögen am Ufer und an einem Mitteljoch in der Lahn verankert. Dafür bereiten die Arbeiter die Rammungen für das Hilfsjoch in der Lahn vor.

Bei den Bauarbeiten am neuen Parkhaus an der Frankfurter Straße stoßen die Planer dagegen weiter auf harten Fels. Auf etwa sechs Wochen schätzt Laux den derzeitigen Bauverzug. Eine Verzögerung, die aber durch eine andere Schalungstechnik und durch den Einsatz eines zweites Bohrgerätes aufgeholt werden soll.

Bis zum Ende des Jahres werden die Straßenarbeiten dagegegen auf der Westerwaldseite Weilburg abgeschlossen sein, ist Laux weiter optimistisch. Die Stützmauern der neuen Verkehrstrasse sollen demnächst mit Naturstein verblendet werden. Baubeginn für das Eine-Million-Euro-Projekt wird in den nächsten drei Wochen sein. Danach starten die Straßenbau-Arbeiten bis zur Limburger Straße.

Das schwierigste Stück ist geschafft

Hier kommt momentan die bauausführende Firma Schütz mit den Erd- und Verlegearbeiten der Versorgungsleitungen gemeinsam mit den Stadtwerken gut voran. "Das schwierigste Stück, Ecke Bahnhofsstraße/Limburger-Straße, ist geschafft", so Ottmar Schütz. Dafür mussten die Tiefbauer einen 2,6 Meter tiefen Graben ziehen. "Aufgrund der bestehenden Starkstrom- und Versorgungsleitungen sowie der Kabel für die Ampelanlagen mussten wir sehr vorsichtig und teilweise per Hand uns in die Tiefe graben", ergänzt Vorarbeiter Jörg Schwarz. Erschwerend kam hinzu, dass während der laufenden Arbeiten immer eine Trasse für Notarzt und Rettungsfahrzeuge zum Krankenhaus freigehalten werden musste.

Auch die Arbeiten am Mühlbergtunnel laufen gut. Derzeit wird die Innenhülle mit Beton ausgespritzt, dann folgt die Verblendung der Außenportale. Ende November werden die ersten Fahrzeuge vom Weiltale durch den Tunnel in Richtung Ahäuser Weg fahren können, versichert Werner Laux vom ASV. Mit der Verkehrsfreigabe verbunden ist dann das Aus für die Straße am Mühlberg. Sie wird geschlossen.