Presseberichte zu Weilburg

Teilortsumgehung

Weilburger Tageblatt vom 15.08.2003

Betonarbeiten an der Innenschale

Freigabe des neuen Mühlberg-Tunnels in Weilburg am "Barbara-Tag" 4. Dezember?

Von Dieter Nobbe (0 64 71) 93 80 28 redaktion.wt@mail.mittelhessen.de

Weilburg Bis Ende dieser Woche soll die "Innenschale" - das ist gewissermaßen die Decke - des neuen Weilburger Straßentunnels fertig sein. Mit einer meterhohen Riesenmaschine bringt ein ungarisches Spezialistenteam Im Auftrag der Schachtbau Nordhausen GmbH alle zwei Tage auf einem Zehn-Meter Abschnitt jeweils 180 Kubikmeter Beton auf. Die letzten 20 Meter von insgesamt 131,5 Metern Tunnellänge werden dieser Tage vor dem Nordausgang (zum Ahäuser Weg) aufgebracht, während am südlichen Ausgang (zur Weilstraße) ebenfalls betoniert wird: Die letzten Flächen für den späteren Straßenanschluss.

Werner Laux von Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) achtet zusammen mit Bauleiter Ronald Voigt sehr darauf, dass die Tunnelbauer bis Ende Oktober planmäßig fertig sind und dann den Straßenbauern und Elektroinstallateuren für die Beleuchtung Platz machen.

"Wir müssen dann schnellstens auf beiden Tunnelseiten die Straßenanschlüsse herstellen, denn wir haben den terminlichen Zwang, den Mühlberg schnellstens für den Verkehr zu schließen," erklärte Laux.

Der Bau der beiden Portale und die Verblendung mit Natursteinen kann dann folgen. Wenn alles glatt geht, hält Laux die Inbetriebnahme des Tunnels am 4. Dezember, dem Tag der heiligen Barbara als Schutzpatronin der Bergleute für möglich.

Dann wird der Tunnel auch seinen offiziellen Namen "Mühlberg-Tunnel" bekommen. Noch trägt er den Namen seiner Patin Mechthild (Schick), die die Baustelle in der über ein Jahr währenden Bauzeit regelmäßig besucht hat.

So auch jetzt wieder, als sie zusammen mit ihrem Ehemann und Weilburger Bürgermeister Hans-Peter Schick (parteilos) den Mineuren eine zünftige Brotzeit brachte.

Für Fußgänger nicht zugänglich

Dabei war auch zu erfahren, dass der Tunnel für Fußgänger nicht zugänglich sein wird, nur ein schmaler Weg neben der Fahrbahn für etwaige Servicearbeiten ist vorgesehen. An beiden Tunnelenden sind an der 4,50 Meter hohen Tunneldecke Beleuchtungen angebracht.

Eine Lüftung sowie Rettungsausgänge sind laut ASV wegen der geringen Tunnellänge nicht erforderlich. Regenwasser wird in dem nach Süden leicht abfallenden Tunnel sofort aufgefangen. Sollte es einmal einen Unfall mit auslaufendem Treibstoff oder Chemikalien geben, ist ein großer Abscheider unter der Tunnel-Bodenplatte eingelassen, der eine Verschmutzung der Kanalisation verhindern soll.

Über das Ende der hochsommerlichen Hitze sind die Tunnelbauer sehr froh, denn sie mussten in den vergangenen Wochen den Frischbeton ständig auf die höchst mögliche Temperatur von 25 Grad herunterkühlen.

Deshalb begannen sie in den letzten Tagen mit den Arbeiten schon morgens um halb vier, was mit Lärmstörungen für Nachbarn verbunden war, Nun ist es ja nicht mehr so heiß und zudem die Tunneldecke fertig spritzbetoniert.