Presseberichte zu Weilburg

Teilortsumgehung

Weilburger Tageblatt vom 17.08.2003

Großes Interesse an der Großbaustelle

Nach Umgehungsstraße weniger Autos in der Weilburger Altstadt

Von Dieter Nobbe (0 64 71) 93 80 28 redaktion.wt@mail.mittelhessen.de

Weilburg Es mögen an die hundert Menschen gewesen sein, die sich über die Baustelle der Weilburger Teilortsumgehung unterrichten wollten und auch über die gegenwärtigen Vorstellungen zum Verkehr in der Altstadt nach Inbetriebnahme der neuen Bundesstraße 456.

Weilburg, Lahn, Teilortsumgehung, Baustelle Brückenverlauf von Bahnhofstraße, Foto: Dieter Nobbe, WT v. 17.08.2003

Von der Weilburger Bahnhofstraße aus ist schon der neue Verlauf der Bundesstraße 456 vor der Brücke über die Lahn zu erkennen (Foto: Dieter Nobbe, WT v. 17.08.2003)

Sie folgten den Ausführungen von Diplomingenieur Werner Laux vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) an dessen neuer Informationstafel neben der ehemaligen Tankstelle vor dem Landtor und machten anschließend zusammen mit Bürgermeister Hans-Peter Schick (parteilos) einen Spaziergang durch die Weilburger Innenstadt bis zum Postplatz.

Vor allem zu Schicks Beschreibungen zur Verkehrsführung etwa ab Ende nächsten Jahres gab es viele Fragen und auch einige Einwände.

Einbahnverkehr

Wie im TAGEBLATT bereits mehrfach berichtet, wird dann die Altstadt vom Landtor her in Einbahnregelung bis zum Denkmal befahren. Von da ab soll es wie bisher Begegnungsverkehr geben, jedoch in der Niedergasse in Richtung Postplatz vor der Einmündung der Hainallee von einem Stoppschild verlangsamt und dann bis zum neuen Kreisverkehr vor der Post weiter gehen.

Wo zusätzliche Parkplätze eingerichtet werden sollen, wo die Touristenbusse auf den Wiedereinstieg ihrer Fahrgäste warten können und welche Bedeutung der Marktplatz sowohl für die Autos als auch für das flanierende Publikum haben wird, lauteten einige der Fragen von Bürgern. Einwänden über etwaige daraus resultierende Probleme begegnete Bürgermeister Schick mit drei Feststellungen: Der Verkehrsfluss in der Altstadt wird auf etwa 20 Prozent des heutigen zurückgehen, nachdem der Durchgangs- und Schwerlastverkehr über die Teilortsumgehung mit der gegenwärtig gebauten Oberlahn-Brücke geht.

Zudem wird die Altsstadt für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Gewicht gesperrt sein und schließlich ist allen Fahrzeugen zwischen Landtor und Postplatz eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern vorgeschrieben. Dass dann in der Altstadt eine Art "Ringverkehr" über die einbahnige Mauerstraße und zurück entweder über die zur Zeit ausgebaute Hainallee oder in anderer Richtung über die neue Umgehung entsteht, wollte ein Weilburger nicht recht gelten lassen: Vorstadt und Mauerstraße in Einbahnregelung sei ein Fehler, widersprach er hartnäckig und prophezeite eine baldige Änderung: "Spätestens in einem Jahr."

Die Schilderung von Laux über die Bauarbeiten gingen für die meisten Zuhörer im Lärm der nebenan Überstunden machenden Großbohrmaschine unter. Dafür versprach er, wie Bürgermeister Hans-Peter Schick auch, in etwa zwei Monaten zu einer weiteren derartigen Veranstaltung einzuladen.

Informationstafel

Überdies gibt die informative große Tafel mit farbigen Zeichnungen und Texten Auskunft über die neuen Straßen, den Brückenbau, das neue Parkdeck und auch über die sehr unterschiedliche Bodenbeschaffenheit, mit der die Brückenbauer sich gegenwärtig auseinander setzen.

Zudem machte Laux das Angebot, jederzeit zusätzliche Auskünfte zu geben (0 64 71/3160) und für interessierte Gruppen Führungen zu veranstalten.

"Wo Millionen Euro an Steuergeldern verbaut werden, sollen die Bürger auch erfahren können, wie das geschieht," versprach der ASV-Proiektleiter.