Presseberichte zu Weilburg

Teilortsumgehung

Weilburger Tageblatt vom 08.02.2004

500 Teilnehmer an der dritten Weilburger Stadtwanderung

Faszination Stadtumbau

Von Dieter Nobbe (0 64 71) 93 80 29 redaktion.wt@mail.mittelhessen.de

Weilburg Auf unerwartet großes Interesse ist gestern die dritte Stadtwanderung über die Baustellen der Weilburger Teilortsumgehung/Bundesstraße 456 und die bereits erfolgten und noch bevorstehenden Veränderungen im Bereich der Altstadt. Sowohl Bürgermeister Hans-Peter Schick als auch Werner Laux vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen zeigten sich überrascht von der großen Menge Menschen, die sich trotz leicht regnerischen Wetters am Treffpunkt Mühlberg-Tunneleingang in der Weilstraße eingefunden hatten.

Es mögen an die 500 Bürger gewesen sein, so viele wie bei den voran gegangenen Veranstaltungen nie - und nicht wenige von ihnen auch aus dem Weilburger Umland. Für manchen wird es der Reiz gewesen sein, einmal durch den fast fertiggestellten Tunnel unter dem alten Friedhof und der Frankfurter Straße hindurch gehen zu können.

Vor allem auch deshalb, weil der Tunnel nach Verkehrsfreigabe nur dem Kraftfahrzeugverkehr vorbehalten bleiben soll - weder Fußgänger noch Radfahrer werden dann erlaubt sein, wie Werner Laux eine der Fragen seiner Zuhörer beantwortete.

Dass die schmalen Bürgersteige nur dem Wartungspersonal vorbehalten sind, dass die Tunnelbeleuchtung je nach Außenlichtstärke schwankt und warum die Lampen nicht in der Mitte der Tunneldecke angeordnet sind, war ebenfalls zu erfahren: Bei späteren Reparaturarbeiten müsste dann nur eine Fahrbahn gesperrt werden.

Das neue Parkdeck beginnt zu wachsen

Vor dem Nordportal, an dem die Verblendungsarbeiten mit Naturstein vor ihrem Ende stehen, erläuterte Laux das daneben entstehende mehrstöckige Parkdeck. Zur Zeit ist noch das Fundament zu sehen, aber bald wird es hoch gezogen sein, um dann die Anschlussstraßen vom Tunnel und Ahäuser Weg zur neuen B 456 zwischen Frankfurter Straße und neuer Oberlahn-Brücke zu tragen. Zugeschüttet wird es auch Grünanlagen tragen.

Oberlahn-Brücke ist ausgeschalt

Der schön geschwungene Bogen der neuen Oberlahn-Brücke ist inzwischen von seiner Verschalung befreit und soll bis Mitte März auch die Platte für die künftige Fahrbahn bekommen.

Der Anschluss an die Frankfurter Straße wird allerdings eine der letzten Bauarbeiten der neuen Umgehungsstraße sein. In einer mehrere hundert Meter langen Schlange wanderte die ganze Gesellschaft dann über die Eisenbahnbrücke zur Bahnhofstraße und die daneben schon gut zu erkennende Vorlandbrücke.

Anschließend bat Bürgermeister Schick zum Postplatz, an dem er den vorgesehenen Kreisverkehr erläuterte, den Umbau der Kreissparkasse vorstellte und die notwendig gewordene Reparatur einer Stützmauer zur Lahn. Neu war Schicks Bekanntgabe über den Verkauf des Postgebäudes an einen privaten Investor, der neben dem Postamt im Erdgeschoss Gewerbe- und Wohnflächen in den Stockwerken darüber plant. Das Küchenhaus daneben wird in das Haus der ehemaligen Drogerie Schäfer am anderen Ende der Brücke umziehen, an seiner Stelle soll ein Café entstehen.

Abriss in der Niedergasse

Der bereits bekannte Abriss der bergseitigen Häuser in der Niedergasse wird ebenfalls im Lauf des Jahres erfolgen, ein Treppenhaus oder Fahrstuhl an ihrer Stelle eine schnelle Verbindung in die Altstadt schaffen.

An der Hainallee fand die 3. Stadtwanderung nach anderthalb Stunden ihr Ende, die nächste ist für Ende April angekündigt. Sie soll dann zum besseren Verstehen in mehrere Gruppen aufgeteilt werden.