Presseberichte zu Weilburg

Teilortsumgehung

Weilburger Tageblatt vom 31.03.2004

Teilortsumgehung Weilburg

Es läuft wie ein Räderwerk

Von Wolfgang Henss (0 64 71) 93 80 30 w.henss@mail.mittelhessen.de

Weilburg . In den nächsten Wochen wird sich in Weilburg der Bereich zwischen Postplatz und Hallenbad gründlich verändern. Bis spätestens Mitte Juni will das Amt für Straßen-und Verkehrswesen (ASV) mit dem Ausbau der neuen Bundesstraßentrasse komplett fertig sein. Schon in drei Wochen sollen die Fahrzeuge die neue Straße benutzen, damit die Bahnhofstraße zurückgebaut und die Limburger Straße im unteren Bereich um rund einen Meter abgesenkt werden kann, erläuterte Werner Laux vom ASV auf Anfrage unserer Zeitung.

Der Mann, der den Bau der Teilortsumgehung verantwortlich betreut, ist angesichts der derzeitigen Bautätigkeit zuversichtlich: „Zur Zeit läuft es wie ein Räderwerk. Wie weit wir schon sind, zeigt sich, dass wir heute morgen zusammensaßen und uns mit der Stadt über die zukünftige Beschilderung unterhalten haben.”

Denn die neue Trasse auf der Westerwaldseite soll bis zur neuen Oberlahn-Brücke „Limburger Straße” heißen, auf der Taunusseite die Trasse bis zur neuen Brücke „Frankfurter Straße”.

Einbahnverkehr

Für die Autofahrer heißt der Baubeginn in der Limburger Straße für absehbare Zeit Einbahnverkehr. Der stadteinwärts fließende Verkehr wird an der Baustelle vorbei geführt, der stadtauswärts fahrende Verkehr wird über Wilhelmstraße und Kruppstraße umgeleitet. Nachdem bereits auf der Seite des Landratsamtes die Nebenanlagen (Parkbuchten, Pflanzstreifen) ausgebaut wurden, geschieht das jetzt auch auf der gegenüber liegenden Seite. Allerdings wurde hier im selben Zug die alte Fahrbahn herausgefräst. Die Straße wird bis auf die Feinschicht völlig neu aufgebaut. Nach Beendigung dieser Arbeiten wird auch die Gegenfahrbahn erneuert.

Fleißige Maurer

Bis dahin wird bereits die neue Trasse ausgebaut, die Bürgersteige werden gepflastert und die Fahrbahn asphaltiert. Die ersten Meter Abflussrinnen und Bordsteine sind bereits verlegt. Lkw und Bagger haben Tonnen von Untergrundmaterial eingebaut. Die Maurer sind fleißig mit der Verblendung der Betonstützmauer zur Lahn beschäftigt.

Dazu hat auch die Stadt Weilburg ins Geschehen eingegriffen und die alte Bruchsteinmauer am Brückenhäuschen abgerissen. Sie war baufällig und wird für 75 000 Euro neu aufgebaut. Bald werden die von der Steinernen Brücke kommenden Verkehrsteilnehmer gleich nach rechts auf die neue Straße abbiegen.

Mittelrinne

Dann wird die Straße Am Postplatz und die Bahnhofstraße (aus beiden Abschnitten werden Sackgassen) umgestaltet. Sie werden niveaugleich mit jeweils einer Mittelrinne gepflastert. Die Brücke ist nun soweit, dass am kommenden Dienstag, (6. April) die Fahrbahnplatte betoniert werden kann. Anfang Mai wird sie dann ausgeschalt. Damit ist der Rohbau beendet.

Mit Beginn der Sommerferien geht es dann auch in der unteren Frankfurter Straße los, sicher der heikelste Abschnitt. Bereits Mitte Juni soll aber schon mit dem Bau der Stützmauern im Bereich der ehemaligen Tankstelle begonnen werden. Auch der Auftrag für die Stützmauer am Mühlberg, der nach Schließung der Baustelle im Bangert endgültig gesperrt wird, wird in den nächsten Tagen erteilt, sagte Werner Laux.

Langer Winter

Der lange Winter hat die Bauarbeiten zwar etwas verzögert, doch habe das ASV auch mit Rücksicht auf die Anwohner abgewartet, bis die Verhältnisse besser werden. Jetztgreife aber ein Rädchen ins andere.

Bis Jahresende, ist sich Laux sicher, wird die Brücke dem Verkehr übergeben. Ziel ist auch die Verbindung der Brücke mit dem Tunnel. Hier kann es zu einer Verzögerung kommen, weil der Zeitplan des Parkhauses durch die schwierige Gründung etwas ins Hintertreffen geraten ist. Das Parkhaus selbst dürfte dann im Frühjahr 2005 seiner Bestimmung übergeben werden.