Presseberichte zu Weilburg

Teilortsumgehung

Weilburger Tageblatt vom 07.04.2004

Gestern wurde die Fahrbahn-Platte der Oberlahn-Brücke betoniert

540 Kubikmeter Beton in einem Rutsch

Von Dieter Nobbe (0 64 71) 93 80 29 redaktion.wt@mail.mittelhessen.de

Weilburg . Für die knapp 20 Männer war es zwar Alltag, eine gewisse Spannung war aber dennoch zu spüren. Von sieben Uhr morgens bis zum frühen Nachmittag betonierten sie gestern mit der Fahrbahnplatte den letzten Teil der Oberlahn-Brücke, die die neue Weilburger Teilortsumgehung der Bundesstraße 456 über die Lahn führt.

Es war mit der Planung und Organisation, der Logistik und dem Aufbringen der dickflüssigen Zementmischung eine besondere. Ingenieurleistung im Rahmen der mehrjährigen Bauarbeiten. Zwei über 50 Meter ausgreifende Betonpumpen beförderten von zwei Seiten aus die harte Betonsorte „B 50” zum Scheitelpunkt über dem Brückenbogen.

Dort füllten zwei Teams den Beton in die vorbereitete Stahlarmierung, verdichteten ihn sogleich mit einem Rüttler und glätteten die Oberfläche über die ganze Brückenbreite hinweg mit einer motorbetriebenen Glättungsschiene. Betonmischer mit einem Fassungsvermögen von sechs und und 9 Kubikmetern schafften aus zwei Mischwerken in Löhnberg und Werschau die 540 Kubikmeter Beton heran, die für die Platte benötigt wurden. 1300 Tonnen waren das, die der Brückenbogen und die Stützen an den Ufern nun zu tragen haben.

„Es ist gutes Betonierwetter,” kommentierte der Projektleiter des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen, Werner Laux am Morgen mit einem dankbaren Blick zum Himmel. Auch Bauleiter Rolf Schenk und Polier Walter Leinen waren zufrieden. Regen wäre nicht gut und Sonne (wegen des damit zu schnellen Abbindens des Betons) auch nicht.

In 28 Tagen trocken

28 Tage lang trocknet nun die Fahrbahnplatte. Sie wird Anfang Mai ausgeschalt und dann zeigt sich Weilburgs neue Oberlahn-Brücke zum ersten Mal in ihrer schlanken Bauweise.