Presseberichte zu Weilburg

Teilortsumgehung

Weilburger Tageblatt vom 11.04.2004

Vom Rohbau der Oberlahnbrücke

Neue Ansichten und Ausblicke auf das Stadtbild von Weilburg

Von Dieter Nobbe (0 64 71) 93 80 29 redaktion.wt@mail.mittelhessen.de

Weilburg . Frischer Beton wie auf der neuen Oberlahn-Brücke braucht zum Aushärten etwa einen Monat. Aber schon bald nach dem Gießen kann er betreten werden und das nutzte Bürgermeister Hans-Peter Schick (parteilos) zu einer Besichtigung in Begleitung der Diplomingenieure Werner Laux und Heuning Pötz.

Beide sind in der Weilburger Dienststelle des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) für das Projekt Teilortsumgehung Weilburg der Bundesstraße 456 verantwortlich und zuständig.

Von der Bahnhofstraße her ist das neue Bauwerk über die als Rohbau fertige Vorlandbrücke erreichbar - freilich noch nicht für die Öffentlichkeit.

"Hier eröffnen sich dem Betrachter viele neue Perspektiven," stellte Bürgermeister Schick über der gemächlich dahinströmenden Lahn fest. Die Häuser der Bahnhofstraße und der dahinter liegenden Wilhelmstraße bieten neue Ansichten ebenso wie das Schloss und die Schlosskirche.

Das neben der Brücke stehende Hallenbad erlaubt neue Ein- und Durchsichten und am Ahäuser Weg zeigen sich die Nordportale der nunmehr drei Weilburger Tunnel für Bahn, Schiff und Autos mit dem sich gut ins Bild einfügenden Hotel-Restaurant.

"Mit diesem Brückenschlag in die Zukunft wachsen Taunus- und Westerwaldseite noch näher zusammen," sagte Schick nach und machte mit gleichzeitigem Dank an den Bund für 24 Millionen Euro Aufwand dem ASV für seine Arbeit ein Kompliment. Ebenso der Baufirma Schnorpfeil, der er hochqualifizierte Arbeit bescheinigte.

Während der Brückenbau nun bis Anfang Mai ruht, wächst nebenan das Parkhaus in di Höhe: Nach Ostern wird die Decke des "Retentionsraumes" (zur Aufnahme etwaigen Hochwassers) betoniert, sie wird gleichzeitig der Boden des unteren der beiden Parkdecks sein.

Ende dieses Monats beginnen die Arbeiten an einer Mauer am Landtor, die dann den Zugang von der Frankfurter Straße zum Mühlberg und Bangert/Weilstraße endgültig schließen wird.

Die vom Lahntal steil ansteigende Straße wird dann nur noch Zugang für die Häuser der Vorstadt sein, ihre 1882 gebaute „Schnecke" verschwinden und keine Herausforderung mehr für Motorradfahrer, Omnibusse und Lastautos sein. Ein weiterer Stadtspaziergang für interessierte Bürger über Baustellen und künftige Verkehrsführungen ist für die zweite Hälfte Mai geplant.