Presseberichte zu Weilburg

Teilortsumgehung

Weilburger Tageblatt vom 30.05.2004

Wanderung über die Weilburger Teilortsumgehungs-Baustelle

Die ersten Besucher auf der neuen Brücke

Von Dieter Nobbe (0 64 71) 93 80 28 redaktion.wt@mail.mittelhessen.de

Weilburg, Lahn, Teilortsumgehung, Erste Besucher auf der neuen Brücke, WT v. 30.05.2004, Foto: Dieter Nobbe

Ganz neue Aussichten eröffnet der Blick von der Brücke über die Lahn, zum Beispiel auf drei Weilburger Tunnel nebeneinander.

Weilburg . Rund hundert Interessierte aus Weilburg und Umgebung hatten sich gestern eingefunden, um die vierte Weilburger Verkehrs-Wanderung mitzuerleben. Die Außenstelle Weilburg des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) in Dillenburg sowie die Stadt hatten die Bürger eingeladen, sich einen persönlichen Eindruck vom Fortgang der Bauarbeiten zur Teilortsumgehung der Bundesstraße 456 in Weilburg zu machen.

ASV-Projektleiter Werner Laux und Bürgermeister Hans-Peter Schick (parteilos) führten die Teilnehmer vom Postplatz aus bis zur neuen Mauer am Mühlberg. Während der gut anderthalb Stunden bekamen sie einen Einblick in die Geheimnisse von Weilburgs größter Baustelle, wie der Bürgermeister sagte.

Von der neuen Verkehrsführung am Postplatz ab Dienstag 12 Uhr (das TAGEBLATT berichtete) über die künftige Gestaltung der nur noch halb so breiten alten Bahnhofstraße als Sackgasse bis zur Auskunft, dass die Limburger Straße an ihrer Einmündung in den Postplatz für den neuen Anschluss einen Meter gesenkt werde. Deshalb bleibe die Umleitung über Wilhelmstraße/Kruppstraße noch etwa drei Wochen bestehen, erklärte Werner Laux.

Minuten später machte er die fast feierliche Mitteilung: "Sie sind die ersten Bürger, die über die neue Oberlahn-Brücke gehen." Bis zu ihrem derzeitigen Ende am linken Lahnufer und zurück führte die Wanderung, um nach der Überquerung der Eisenbahnbrücke an der Parkhausbaustelle ihre Fortsetzung zu finden.

Dort ist die untere Parkebene fertig betoniert, die Verschalung der zweiten ist in Arbeit. Ende Oktober soll das Parkhaus dann überdeckt sein und Zufahrtstraßen tragen können.

"Weilburgs Partykeller" besichtigten die unverdrossen mitwandernden Gäste ebenfalls, freilich ist das nur ein Scherz, denn der öffentlich nicht zugängliche Raum unter dem Parkhaus soll allenfalls 1 500 Kubikmeter Hochwasser aufnehmen.

Problemlos kann das Wasser daraus abfließen ebenso wie von den leicht schrägen Parkdeckebenen. Die Natursteine von der "Mühlberg-Schnecke" fanden Wiederverwendung bei der Mauer, die die ehemalige Autostraße abschließt und den neuen König-Konrad-Platz vor dem Landtor stützen wird.

Der wird das alte im vergangenen Jahr ausgetauschte Pflaster vom Marktplatz bekommen und soll an der Abbiegung der (dort bald zwei Meter tiefer gelegten) Frankfurter Straße mit einem Blick auf das Lahntal eine weitere schöne Stelle zum Verweilen in der Altstadt sein.

"Vor Weihnachten ist die Teilortsumgehung fertig," versprach Werner Laux, "das ist heute für mich verbindlich."

Die weiteren Fortschritte können dann im September in Augenschein genommen werden, wenn Stadt und ASV zur 5. Weilburger Verkehrs-Wanderung einladen, wie Bürgermeister Hans-Peter Schick ankündigte.