Presseberichte zu Weilburg

Teilortsumgehung

Weilburger Tageblatt vom 25.09.2004

Geschäfte und Kreissparkasse am Landtor beklagen Umsatzverluste

Höhepunkt der Bauarbeiten in der unteren Frankfurter Straße erreicht

Von Dieter Nobbe (0 64 71) 93 80 29 redaktion.wt@mail.mittelhessen.de

Weilburg. Die Baustellen der Weilburger Teilortsumgehung wechseln zur Zeit wöchentlich ihr Gesicht. Besonders die Kraterlandschaft in der unteren Frankfurter Straße lenkt die Blicke auf sich. Bagger haben das Erdreich für den künftigen Straßenverlauf fast zwei Meter tief abgetragen. Dadurch haben die Anlieger nicht den gewohnten Zugang zu ihren Häusern; besonders betroffen sind die Geschäfte, die über teilweise ausbleibende Kundschaft klagen.

„Derzeit ist der Umsatz um etwa 50 Prozent zurückgegangen,” erklären Inge Großkopf von der Apotheke am Landtor und Nachbarin Christine Lechner vom gleichnamigen Nähzentrum. Die gegenüberliegende Kreissparkasse ist nur durch einen schmalen Gang aus einer Richtung erreichbar, und der stellvertretende Geschäftsstellenleiter Ralf-Peter Würz hat über die Kundenbesuche festgestellt: „Es ist wie abgeschnitten.”

Baldige Besserung

Freilich währen die Behinderungen nur kurze Zeit und waren zudem durch die Planungen für die Teilortsumgehung schon länger vorher bekannt. So versprach Werner Laux, Projektleiter vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV), gestern den Geschäftsleuten, dass schon in der kommenden Woche die Frankfurter Straße wieder zweispurig und ohne Ampeln befahrbar sein wird und gleichzeitig mit dem Bau der Stützmauer auf der Nordseite begonnen wird.

Damit werden die Zugänge zu den Häusern und Geschäften wieder einfacher. Das hörten die Beteiligten gern, am Beispiel Apotheke ist auch schon erkennbar, wie Bürgersteig und Fahrbahn angelegt sein werden: die Gehwege auf Rampen, gestützt von Mauern mit Geländern über der sich immer weiter absenkenden Autostraße.

Deren endgültiges Niveau ist übrigens jetzt schon auf der südlichen Fahrbahn (auf der Seite der Apotheke) erreicht und erkennbar.

Und für die Sparkasse werden sich mit einem behindertengerechten stufenlosen Eingang auch Vorteile gegenüber der bisherigen Situation ergeben, wie Direktor Arno Polzer sich vor Ort informierte. Zudem sollen auch die Parkplätze vor dem Haus wie bisher zur Verfügung stehen. Bis es soweit ist, bittet Polzer die Kunden um Verständnis und Nachsicht für die kurzzeitigen Behinderungen und verweist notfalls auf die Hauptstelle der Kreissparkasse am Odersbacher Weg.

Im Übrigen ist Werner Laux nach wie vor ganz sicher, dass alle Straßenbauarbeiten termingemäß bis Weihnachten fertig sind. Und zudem: „In zwei bis drei Wochen ist für jeden klar erkennbar, wie die Verkehrsführung endgültig sein wird.”