Presseberichte zu Weilburg

Teilortsumgehung

Weilburger Tageblatt vom 24.10.2004

Im Januar werden in der Niedergasse die Häuser am Schlossberg abgerissen

Durchmarsch auf der Teilortsumgehung

Von Dieter Nobbe (0 64 71) 93 80 28 redaktion.wt@mail.mittelhessen.de

Weilburg. Die rund 200 Menschen, die gestern an dem vierten Baustellen-Spaziergang zur Weilburger Teilortsumgehung der Bundesstraße 456 teilnahmen, dürfen sich zu den ersten zählen, die den direkten Weg von der Frankfurter Straße über die neue Oberlahn-Brücke bis zur neuen Bahnhofstraße genommen haben.

Projektleiter Werner Laux von der Weilburger Außenstelle des Amtes für Straßen-und Verkehrswesen (ASV) in Dillenburg hatte am Vortag extra dafür einen Brückensteg von der mit Baggern und Betonpumpen besetzten Baustelle vor dem Landtor bis zum Brücken-Rohbau anfertigen lassen.

Die Baustellenbesucher konnten zum ersten Mal sicher den „direkten Durchmarsch” machen.

In dem anderthalb Stunden dauernden Rundgang, der nach der neuen Brücke zurück über die Eisenbahnbrücke und ins neue Parkhaus führte, war wie bei den drei vorangegangenen öffentlichen Rundgängen wieder viel Interessantes über die bald fertige neue Verkehrsführung zu erfahren.

Etwa, dass die im unteren Teil steil wirkende Frankfurter Straße mit der Rechtskurve zur Brücke in Wirklichkeit weniger abschüssig ist als sie wirkt.

Und dass darüber hinaus bei den Erdarbeiten Spuren einer alten Straße gefunden wurden, die dort „irgendwann mal noch tiefer war”.

Neues Parkhaus

Das Parkhaus mit seinen 192 Plätzen in zwei Geschossen ist bis auf das Treppenhaus und die Zufahrten fertig betoniert. Es wird mit Erde zugeschüttet, die zuvor in der Frankfurter Straße ausgebaggert und an der Ahäuser Brücke zwischengelagert wurde.

Nach dem bereits fertig montierten Geländer auf der einen Seite folgt ab der kommenden Woche die andere Seite, beide werden mit einem neutral grauen Anstrich versehen, um nicht durch auffällige Farben das Bild des Schlosses daneben zu stören.

Das in seinen Ebenen leicht schräge Parkhaus lässt Regen-und etwaiges Hochwasser leichter abfließen, ermöglicht dadurch aber vor allem eine direkte Zufahrt vom Mühlberg-Tunnel.

In Richtung Lahn offen und mit Geländern gesichert, hat es bergseitig Doppelwände mit Rauchabzug - für alle Fälle.

Vor Weihnachten soll der Verkehr über das neue Teilstück der Bundesstraße 456 um die Altstadt herum fließen. Die offizielle Einweihung ist zwischen dem 13. und 23. Dezember geplant.

Dann soll aber ab der zweiten Januarhälfte weiter gebaut werden: Bürgermeister Hans-Peter Schick (parteilos) kündigte für dann den Bau des Postplatzkreisverkehrs mit gleichzeitiger Erneuerung der Fahrbahn auf der Steinernen Brücke und dem Abriss der Häuser 5 bis 17 in der Niedergasse an.

Gleichzeitig wird dann dort die Fahrbahn Richtung Schlossberg verlegt, so dass ein beidseitiger Bürgersteig von je 1,50 Meter Breite angelegt werden kann.

Das alles ist gemeinsam möglich, weil der Haupt-Durchgangsverkehr dann auf der neuen Bundesstraße 456 und der in die Altstadt durch das Landtor führt. Nach dem Hessentag im Juni soll ab September 2005 auf der anderen Seite der Niedergasse (zur Lahn hin) der Neubau eines Kongresszentrums einige Häuser dort ersetzen.

Beifall der Rundgangs-Teilnehmer bekamen Schick und Laux nicht nur für die Führung, sondern auch, weil die Verkehrsteilnehmer in den vergangenen Monaten durch die Baumaßnahmen nicht übermäßig strapaziert wurden.

Ein fünfter und letzter Spaziergang soll den Bürgern im Dezember vor der Verkehrsfreigabe der Teilortsumgehung angeboten werden.