Presseberichte zu Weilburg

Teilortsumgehung

Weilburger Tageblatt vom 07.12.2004

14 Tonnen schwer, 18 Meter lang - und trotzdem äußerst filigran

Noch eine Brücke für Weilburg

Weilburg(kbi). Millimeterarbeit war gestern von Brücken- und Straßenbauern gefragt: 14 Tonnen wiegt die Stahlkonstruktion, die per Autokran über den Fahrbahntrog der Teilortsumgehung unter-halb des Schlossgartens gehievt wurde. Und knapp 18 Meter lang ist das gute Stück, über das später die Fußgänger von der Frankfurter Straße auf die Schlossgarten-Seite wechseln können.

Dass die Brücke so filigran gehalten werden konnte und der Blick auf die Bahnhofstraße nicht verstellt wird, liegt an der besonderen Konstruktion: Sie ruht nicht auf der Mauerkrone auf Widerlagern, sondern stützt sich seitlich an den Wänden ab - „Sprengewerk” heißt das im Fachjargon der Ingenieure, wie der Projektleiter für die Teilortsumgehung beim Amt für Straßen-und Verkehrswesen (ASW), Werner Laux, erläutert.

Die Zaungäste, die den Einbau der Brücke verfolgen wollten, wurden gestern jedenfalls erst einmal auf eine Geduldsprobe gestellt: Zunächst traf der Schwerlaster mit Verspätung ein, weil er - von Regensburg kommend - in Hessen erst um 9 Uhr auf die Autobahn gelassen wurde: Der Berufsverkehr hatte Vorrang.

Gegen Mittag sind noch einige Anpassungsarbeiten an den seitlichen Lagern nötig, bis gegen 15 Uhr der Kranfahrer endlich sein Präzisionswerk beginnen kann. Dann aber geht alles ganz schnell: Die 14 Tonnen schweben sacht in die vorgesehene Position - und fertig ist die neue Fußgängerbrücke.

Fast jedenfalls: Nun müssen die Lager noch mit Beton ausgegossen werden und das Geländer wird in den nächsten Tagen montiert. Die Farbe der Brücke übrigens entspricht dem Grau-Ton, den später alle Metallteile der Teilortsumgehung erhalten werden: Dezent, um den Gesamt-Eindruck des Weilburger Schlosses nicht zu beeinträchtigen, sagt Werner Laux.