Presseberichte zu Weilburg

Teilortsumgehung

Weilburger Tageblatt vom 14.12.2004

Gestern begannen Pflanzarbeiten für Teilortsumgehung

Bis Mittwoch steht auch die Allee vor der Bahnhofstraße

Von Wolfgang Henss (0 64 71) 93 80 30 w.henss@mail.mittelhessen.de

Weilburg. Während gestern die Teermaschinen die Asphaltdecken zwischen der Frankfurter Straße und der neuen Lahnbrücke aufbrachten und die Stadtwerke die Straßenlampen an der Brücke montierten, begannen auf der gegenüber liegenden Flussseite auch die ersten Pflanzarbeiten.

Arbeiter des Landschaftsbaubetriebes Rudolf Schrader aus Ingolstadt setzten die ersten von insgesamt über 50 jungen Linden, die bis zur Eröffnung der Umgehung am 22. Dezember eine Doppelbaumreihe zwischen Postplatz und neuer Brücke bilden werden.

Egon Reichwein vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) und Bürgermeister Hans-Peter Schick erläuterten die Pflanzarbeiten. Das Planungsbüro Eckebrecht aus Kelkheim hat den landschaftspflegerischen Begleitplan für die Teilortsumgehung ausgearbeitet. Er ist Bestandteil des Planfeststellungsbeschlusses.

Die europaweite Ausschreibung der Bepflanzung habe mit einer Auftragssumme von 338 000 Euro den Kostenanschlag von einer Million Euro weit unterschritten, sagte Reichwein. Dennoch handele es sich bei den Linden, die bereits einen Stammumfang von bereits 30 Zentimeter und eine Höhe von fünf bis sechs Meter haben, um ausgewählte Bäume aus der Baumschule Lorenz von Ehren in Hamburg, die als Renommierbaumschule für Solitärgehölze in Deutschland gelte.

Die Grünflächen entlang der Bahnhofstraße und am Postplatz werden mit Rollrasen ausgestattet, so dass der Rasen bereits zum Hessentag strapazierfähig ist.

Die Landschaftsbauarbeiten beinhalten neben den Pflanzarbeiten auch die Verbesserung des Bodens, die Lieferung der Pflanzen, Oberbodenarbeiten, Rasenbau, Wegebau und Mauerarbeiten sowie Pflegearbeiten. Ebenfalls Bestandteil ist die Wiederherstellung des Bauerngarten im unteren Schlossgarten. Nach Abschluss der Bauarbeiten am neuen Parkdeck soll dort noch ein Rankgerüst zur Fassadenbegrünung angebracht werden.

Insgesamt werden 173 Hochstämme gepflanzt, 85 Einzelsträucher, 350 Kleingehölze und Ranker, 4600 Bodendecker, 400 Feldgehölze, 6300 Stauden, 1900 Blumenzwiebeln gesetzt sowie 7500 Quadratmeter Rasen und 6000 Quadratmeter Wiesenflächen angelegt.

Bürgermeister Hans-Peter Schick unterstrich, dass gerade die begleitende Bepflanzung die Kritiker der Teilortsumgehung widerlege.

Die Natur sei sogar der Gewinner. Weilburg sei eine Stadt im Grünen, in der während der Vegetationsphase Gebäude nur noch als Inseln herausragten. Auch bei der Teilortsumgehung gingen Baumaßnahmen und die Natur eine Ehe ein. Die Bepflanzung bilde das i-Tüpfelchen des Projektes.